Mittwoch, 27. Juli 2016

Uguisudani Ueno Akihabara Harajuku

An diesem Tag hatten wir uns dazu entschlossen, den Tag weitgehend getrennt voneinander zu verbringen. Also machten wir uns getrennt auf den Weg und Susi machte sich auf nach Harajuku – dazu später dann mehr, und ich ging in Richtung Ueno und von dort nach Akihabara.

Unsere Wege trennten sich also an der Uguisudani Station und so machte ich mich gemütlich auf den Weg in Richtung Ueno Park. Das Wetter spielte mit, es war angenehm warm – und nicht zu heiß – und die Sonne schien.
Als ich im Park angekommen war, hockte ich mich ein wenig vor das große Becken mit den vielen Fontainen, die abwechselnd verschieden stark das Wasser laut rauschend in die Luft schossen.






Ich nutzte die Zeit, wie so oft, um ein paar Bilder zu machen und inmitten der zahlreichen Menschen hockte ich auf der Mauer und lernte ein wenig weiter meine Kanji.
Ich weiß nicht genau wie lange ich dort saß, aber es sollte einige Zeit vergehen.

Dann begab ich mich weiter in den Park hinein, und holte mir an einem Automaten eine Flasche Tee.
Von dort oben konnte ich auch hinunter zur Ueno Station sehen, wo die Straßen schon recht gut mit Menschen gefüllt waren.
Also weiter ging es, nun die große Treppe hinunter am Yodobashi Camera vorbei, hinein ins OIOI.
Das hat auch gar nichts mit Punks zu tun ;) ist einfach ein 11 stöckiges Einkaufszentrum mit Klamotten, Schmuck usw … Dort kaufte ich mit ein wenig Beratung einen Ring für Susi und dann ging es wieder raus.
Dann ging ich über die breite Straße zur Ueno Station und holte mir in der großen Bäckerei ein Melonpan in Schildkrötenform, weil man ja auch ein wenig was essen muss.

Wohin nun? Bisher war ich nie alleine durch die Straßen von Tokyo gelaufen, also ging ich links vom OIOI eine Treppe hinauf und setzte mich vor dem Bühneneingang eines großen Theaters wieder auf eine Mauer, und lernte weitere Kanji am Handy.







Irgendwann tat mir aber der Rücken weh, und so machte ich mich daran, die Nebenstraßen von Ueno ein wenig zu erkunden.
Ueno zieht sich ziemlich in die Länge und in vielen der Seitenstraßen fand ich unzählige Schmuckgeschäfte, die mit Sommersales lockten.

Aber ich hatte vorerst genug Geld ausgegeben in dieser Zeit also ging ich noch einige Bögen und machte Fotos. Was mir aufgefallen war, ich war einigen arabisch stämmigen über den Weg gelaufen und auch ein arabisches Kulturzentrum fand ich.

Dann war es aber Zeit weiter zu gehen, und so ging es nun auf nach Akihabara, was keine 30 Minuten zu Fuß mehr von mir entfernt sein sollte.
Auch hier benutzte ich zumeist die Nebenstraßen, und vertraute auch ein wenig auf meine Erinnerung vom letzten Mal und ja, ich fand auch auf Anhieb das große Gebäude, in dessen 6. Stock sich der offizielle Hello Project Shop befand.
Also auf zum Fahrstuhl und nach oben.
Bis auf die Dekoration und die ausgestellten Kleider, hatte sich der Laden seit dem letzten Mal nicht groß verändert, und noch immer war es schwierig das richtige zu finden. Die Preise gehen schon in Ordnung, aber die Auswahl ist groß, manches auch vergriffen und auch Kleinvieh macht Mist und kann sich ganz schön summieren.
Naja, so viel kaufte ich dann auch nicht, also neue Buttons, ein Wada Ayaka Buch und eine Maachan Plakette zum Aufstellen / Aufhängen.
Dinge, die die Welt nicht braucht, aber ich will es ;)

Als ich bezahlen wollte, konnte ich mir noch eines von drei Fotos aussuchen – man bekommt immer ein Foto, wenn man ein Buch kauft, und dann durfte ich da ich ca. 3000 Yen ausgegeben hatte, mir noch 3 Bilder von einer großen Liste aussuchen. Gesagt, getan.




So schnell wollte ich den Laden nun aber auch nicht verlassen, und so setzte ich mich noch auf einen der Hocker und schaute mit einigen anderen noch ein wenig ein Live Concert von Cute, welches dort auf eine Leinwand projiziert wurde. Es ist eigentlich echt süß wie das Ganze eingerichtet war, wie ein kleiner Konzertsaal nur eben mit Hockern, aber sogar einer Absperrung zur "Bühne" hin

Dann machte ich mich wieder auf den Weg nach draußen, so langsam ging auch die Sonne unter und während ich auch hier einen Bogen durch den Bezirk machte, merkte ich, dass es gar nicht so weit vom "Schuss" wirklich sehr ruhig war. Man traf gar nicht mehr so häufig auf das Akhibarara typische Entertainment und begegnete hauptsächlich Männern in Anzügen.






Bei dem Bogen in Richtung Akihabara Station kam ich noch am @home Maidcafe vorbei, was heute aber nicht mein Ziel sei sollte, denn langsam ging es in Richtung 20:00 und da hatten wir vor, uns beim Skytree zu treffen.

Ich machte mich also auf den Rückweg, nun aber eine ganz andere Richtung kreuz und quer durch die Seitenstraßen und vorbei an kleineren Schreinen wo ich an dreien von ihnen eine kurze Zeit verweilte, einige Münzen warf und  etwas Zeit für mich verbrachte.
Im Allgemeinen habe ich die Tempel und Schreine lieben gelernt und auch wenn ich ansonsten kein gottesfürchtiger Mensch bin, kein Interesse an Kirchengängen habe, gefällt und hilft mir der Gedanke überall kleine Orte zu finden, wo man sich einer anderen Kraft hingeben kann.






Um 19:20 war ich dann auch am Skytree, nachdem ich auf dem Weg dorthin in der Dunkelheit noch zahlreiche faszinierende Fotos von diesem unglaublichen Ort gemacht hatte.
Nun hieß es warten bis 20:00.



Ich war wie gesagt den Tag in Harajuku unterwegs. Ich hatte gelesen, dass Sales sein sollten und im Besonderen auch der Sale im Laforet, was ein ganz persönliches Highlight werden sollte!
Ich fuhr also ca. 25 Minuten mit der Yamanote Line direkt nach Harajuku, stieg mit den ganzen Modebegeisterten aus und freute mich, den vertrauten Eingang zur Takeshita Dori zu sehen. Wie immer war dieser mit bunten Ballons geschmückt. Zeitgleich begrüßte mich wummernde Musik eines bereits etwas älteren Modefans. Endlich Harajuku!

Ich begab mich erst nach und nach in kleinere Geschäfte, unter anderem auch Wego und Wonderrocket und sah mich zunächst um, bevor ich begann nach und nach meine Shoppingtaschen zu füllen. Die Takeshita Dori war wie gewohnt voll und wuselig und dennoch riss sie einen mit und lud dennoch zum Verweilen ein.



Dann erreichte ich endlich Closet Child und sah mich dort um. Im Gegensatz zum letzten Besuch dort, waren diesmal wirklich einige Schmuckstücke dort vorhanden. Mir blieb fast der Atem stehen, als ich das Fragrant Rose von Baby the Stars shine bright dort hängen sah. Leider war es aber die schwarze Version und dann auch für 56000 Yen und ich wollte ehrlich gesagt diesmal ein wenig mehr Quantität haben beim Shopping. Daher entschloss ich mich dann doch, dieses Kleid hängen zu lassen. Wäre es eine andere Farbe gewesen, dann wäre das wohl anders ausgegangen ;)

Nach Closet Child packte mich der Hunger - also endlich einen leckeren Crepe bestellen! Ich nahm einen gefüllt mit Erdbeereis und Banane und er schmeckte sagenhaft gut!



Dann ging es weiter, immer wieder in Läden hinein und heraus, immer wieder noch ein süßes Teil findend. Sale war wirklich fast überall! Es war unglaublich und mein Shoppingherz hatte, was es wollte. Für Sada hatte ich natürlich auch zwei kleine Überraschungen geholt :)

Dann bog ich rechts ab, um mich langsam in Richtung Laforet zu machen. Vorher machte ich noch einen Abstecher im Kinji, einem Second Hand Shop, der wirklich grandios ist und im Bubbles Shop, der auch insbesondere Larme Mode verkauft. Dort war ich ganz begeistert von den süßen Shopgirls, die unglaublich nett und aufmerksam waren. Ich kaufte mir dort ein paar schwarze Lack-Plateausandalen, die unglaublich süß sind!

Nun hatte ich bereits 2 riesige Shoppingtaschen und machte mich ins Laforet. Hätte ich gewusst, was dort los ist, wäre ich dort wohl ohne das riesige Gepäck hingegangen. Laforet hatte seinen Grand Bazar und das heißt: Schnäppchen ohne Ende, Menschenmassen ohne Ende, schreiende Verkäufer, die ihre Sales anpreisen ohne Ende. Es war der Wahnsinn! Sich in Ruhe umzusehen war nicht möglich, bei Angelic Pretty kam man gar nicht durch...was ich dort aber sehen konnte, war auch nicht wirklich etwas für mich dabei. Dann machte ich mich zum Alice and the Pirates Shop und zwischen den zig Stangen mit unglaublich tollen Deals hing es dann: ein Traum in hellgrün und aufgestickten Blüten und ich griff es mir schnell bevor es sich jemand anderes schnappen konnte und hielt es fest, bis ich mich bei den anderen Sachen ranquetschen konnte. Da wurden wirklich teilweise 10 Kleider von den Lolitas um mich rum gekauft. Und auch mein Kleid, bei dem es dann letztendlich blieb, gab es unglaubliche 70% Rabatt!!


Kurz schmiss ich mich noch in den Sale von Axes Femme und ergatterte weitere wunderschöne Teile, bevor ich dann nach kurzem Aufatmen aus dem Laforet verschwand. Bei Swimmer hätte ich gerne noch einmal geschaut, doch war in dem engen Shop kein Durchkommen, schon gar nicht mit meinen 3 mega vollen Tüten!

Der letzte Shop auf meiner Liste war der reguläre Baby the Stars shine bright Shop, der sich etwas weiter die Straße runter befindet. Auch dort war ich begeistert von den liegen Shopgirls, bekam eine Rabattkarte und kaufte ein passendes Headpiece + Brosche für mein neues Kleid.



Dann begab ich mich zur Omotesando Station und fuhr mit der Linie direkt zum Skytree durch. Dort aß ich dann, weil ich zu früh dran war, noch einen leckeren Taiyaki, beobachtete den heute blauen Skytree fasziniert und wartete auf Sada.



Zusammen verbrachten wir den Abend dann auf dem Skytree, starrten hinunter auf die strahlende Stadt und hatten einen weiteren ganz besonderen persönlichen Augenblick für uns.
Wenn man einmal dort oben ist, möchte man gar nicht wieder gehen, doch irgendwann bleibt einem nichts anderes übrig, denn gegen 22:00 Uhr ist dort nämlich Ende und man sollte sich so allmählich zum Ausgang begeben.








Doch auch von unten – wir gingen nahe um den Skytree herum, ist es ein unfassbarer Anblick und ein garant für Nackenstarre.

Auf dem Weg zurück zum Hotel gingen wir zuerst in die falsche Richtung und entfernten uns so immmer weiter von unserem Ziel. Es war schon ein wenig befremdlich sich dort zu verlaufen und einen fast leeren Handyakku zu haben.
Der Skytree diente allerdings als Orientierung, und so fanden wir dann schlussendlich doch noch den Weg zurück.

Gegessen haben wir wieder in einer kleinen Bar nahe des Skytree.
Sie gehört zu einer kleinen Kette die sich übersetzt Pinienbaum nennt.
Das Essen war wie immer klasse und wir danach satt .



Dieses Glas kaufte Susann mir im oberen Skytreeshop.

Normal ist der aufdruck weiß, aber wenn man etwas kaltes hineinfüllt, wird es pink.
Auserdem, ist es streng limitiert und gibt es nur dort oben :)




Ahso … nachdem wir unsere Taschen ins Hotel gebracht hatten, gingen wir noch einmal zu einem kleinen Schrein um die Ecke und beteten gemeinsam für unsere Zukunft, unsere Stärke und unsere Träume.


Laut meinem Schrittzähler bin ich 22,82 km gelaufen. :) was Susann in harajuku abgerannt ist, wissen wir nicht, aber auch so ist es eine stolze Zahl :)


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