Mittwoch, 20. Juli 2016

Über dem Feld

Heute waren wir in Ueno, was sich aus den Kanji für Oben und Feld zusammensetzt.
In Ueno waren wir beim letzten Besuch schon sehr häufig, weil wir dort auch öfter durchgegangen waren.









Von dort kommt man zb. recht einfach nach Akihabara, dem Elektronik und Idol Bezirk von Tokyo.
Aber nun bleiben wir in Ueno, dort wo die Panda wohnen. Ja dort gibt es auch einen schönen Zoo, den wir aber erst nächste Woche besuchen wollen. Heute statteten wir dem Wissenschaft und Naturkundemuseum einen Besuch ab.


Gerade die erste "Ausstellung" hat uns beinahe umgehauen.
Es befindet sich dort ein 360° Kino. Die Besucher stehen auf einer Brücke in einem runden Raum mit Kuppel, alles dunkelt sich ab und der Film beginnt um einen herum.
Der erste Film war über die letzten Dinosaurier. Als würde man sich inmitten der urzeitlichen Szenerie befinden, stampfen die Giganten zuerst als Skelette und dann in lebender Form um einen herum. Auf japanisch wird ein wenig zu den verschiedenen Tieren erzählt und dann wird man Zeuge eines kleinen Kampfes und dann dem Untergang der Dinosaurier.
Direkt weiter ging es mit einem weiteren kleinen Film, der Tief im Meer beim Plankon beginnt, welches von Fischen gefressen wird, welche wiederum gefressen werden... usw, immer weiter an die Meeresoberfläche, bis es dann der Mensch ist, der den Fisch isst.
Das Museum als solches, wollte einem auch nahelegen wie wichtig es in der japanischen Kultur ist, dass der Mensch nahe der Natur und mit der Natur lebt, denn wir alle leben in einem Ökosystem.












Auch abseits des Kinos war es wirklich toll. Von vergrößerten, plastisch dargestellten Mikroben, über die Entstehung der Welt und des Lebens, über die Entwicklung des Menschen vom Anfang bis zur Gegenwart, war alles mit Modellen, Videos, Vitrinen mit unzähligen Tieren in allen Größen und Formen dargestellt. Leider war es für uns nicht möglich alles zu sehen. Das Museum schließt in der Woche um 17:00 und wir haben daher nicht einmal die Hälfte von allem sehen können.
Auch essen konnten wir dort in einem kleinen Restaurant und wir bestellten uns eine Kleinigkeit.




Nach dem Museum sind wir dann in den weitläufigen Ueno Park gegangen und haben dort viele Fotos gemacht.
Irgendwann bekam Susi Hunger und sie verspeiste einen Bären … tja, sowas macht man halt wenn man in Tokyo zum Bäcker geht.



Gegenüber gab es auch einen Yodobashi Kamera, eigentlich sowas wie eine Mediamarkt Kette, nur viel größer und vielseitiger vom Angebot. Nicht nur Entertainment, auch Spielzeug, Modellbausätze, und vieles mehr wird dort angeboten.





Wir kauften nicht besonders viel, aber das was wir kauften war so riesig wie es klein war :)

Wir waren insgesamt in zwei Yodobashi Kameras, ja, es waren sogar zwei nebeneinander ;) In einem kauften wir noch etwas verrücktes: kleine Formen aus Latex, um Figuren aus Reis zu machen. Einen Otter und einen Bären – welche perfekt für das Curry sind, das wir ja ständig kochen. ;)



Irgendwann war es dann auch dunkel und wir machten uns im recht überfüllten Ueno auf die Suche nach etwas zu essen.
Es war gar nicht so einfach etwas zu finden, was uns auf Anhieb gefiel. Die Auswahl ist gigantisch und wir dachten uns, wir müssen nicht unnötig viel bezahlen, wenn man auch für weniger ebenso satt wird. Wirklich teuer war es nie, aber so richtig Lust auf "gehobenere" Bars – wenn man es so nennen kann – hatten wir eigentlich auch nicht. Die kleinen schrulligen, und beengten Bars sind einfach viel schöner. –Außerdem geht nichts über das Essen bestellen an einem Automaten ;)




Susi bestellte Koroketto Udon und ich hatte Chikuwaten.
Beides war echt lecker und wir schlürften also die Udon in uns hinein ;)
Endlich fertig, Susi beruhigt, weil etwas gegessen, machten wir uns nun auf den Rückweg.
Auf den Weg, den wir schon beim letzten Mal sehr oft gegangen sind, parallel zur Chori Dori – die Straße führt von Iriya, durch Ueno bis nach Akihabara. Ich übernehme für diese Info keine Gewähr, aber sie führt dort lang – ob sie sich irgendwann umbenennt, habe ich nicht bemerkt :P





Also kamen wir wieder in unserem Hotel an, packten unsere super Errungenschaften aus und kauften Frühstück und Eis im Lawson nebenan.
Wieder fragte mich der Verkäufer auf japanisch, ob er mir was aufwärmen soll, und wieder verpasste ich meinen richtigen Einsatz und sagte einfach nur iie … man ich wusste doch, was ich eigentlich antworten müsste :P



Ich machte dann noch alleine einen kleinen Spaziergang durch die Umgebung und kaufte dann noch eine Tüte Chips beim, ja genau, beim Lawson.



Nun sind wir aber endlich im Zimmer und lassen den Abend ausklingen, schauen japanisches TV, essen die Chips und erinnern uns daran, dass wir heute 18490 Schritte und somit über 14 km gelaufen sind.


Beste Wünsche

Sada und Susi

PS: Auch wenn Susi es nicht mitbekommen hat, haben wir hier ein paar Erdbeben mitbekommen – also ich zumindest. Es ging Sonntag los, dann eines gestern Morgen und dann letzte Nacht noch eines. Wer ein wenig Nachrichten diesbezüglich verfolgt, sollte was über die drei Beben der Stufe 5 erfahren haben.

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