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Dienstag, 19. Juli 2016

Der schönste Baum der Welt

Vom Jetlag ein wenig geplagt, wachten wir an unserem dritten Tag dennoch recht gut erholt auf.  Einen richtigen Plan hatten wir nicht, und so schlenderten wir morgens durch die Straßen Asakusas. Unser erster Stop war der Pandabus-Stop - ja genau, es gibt einen Pandabus und er sieht auch tatsächlich aus wie ein Panda, hat Sitze mit Pandaohren und fährt angeblich kostenfrei durch Asakusa. An diesem besagten Stop erhofften wir uns einen Zeitplan des Busses. Immerhin muss man ja auch einen kleinen Plan für Regenwetter parat haben. Doch Informationen fanden wir leider keine. Dann müssen wir eben doch noch einmal im Internet nachforschen...denn der Pandabus muss sein!











So wanderten wir also weiter, immer Richtung Fluss. Das Wetter war trotz Hitze dennoch ganz angenehm und der Hut flog mir beinahe ein paar Mal vom Kopf. Wir näherten uns immer mehr dem Sky Tree, überquerten den Sumida Fluss und wurden gefangen genommen von der Schönheit dieser Stadt.





Den Sky Tree hatten wir bei unserem letzten Urlaub bereits aufgesucht und zwar im Dunkeln und bei einigen starken Wolken. Dieses Mal entschieden wir uns jedoch nicht nur für das erste Deck des Turms, sonders für das oberste Deck. Hierfür mussten wir jedoch erst einmal Tickets für unten und dort dann für oben kaufen. Gesagt, getan. Immer wieder half uns freundliches Personal weiter und so kamen wir letztendlich ganz oben an und der Ausblick war wunderschön! Bei richtig gutem Wetter kann man sogar zum Fuji sehen, doch an diesem Tag hing eine kleine Dunstwolke am oberen Rand der Stadt.









Dann entschieden wir uns nach einiger genauer Beobachtung des Stadtbildes dafür zum ersten Deck zurückzukehren und dort etwas zu essen. Leider nur hatte das Restaurant zu bzw. war wohl nur mit Reservierung zu besuchen. Wir saßen dann noch ein kleines Weilchen zusammen, blickten in den Himmel und so viel kann gesagt sein: dieser Tag war besonders, ein ganz spezieller Moment, den wir immer teilen werden und an den wir uns immer erinnern werden. Der Sky Tree hat einmal mehr seinen Platz in unserem Herzen eingenommen und dort ist definitiv auch der richtige Platz für ihn.

Nach vielen Emotionen und strahlenden Gesichtern entschlossen wir uns dann, wieder hinunter zu gehen und in der Sky Tree Town nach dem berüchtigten Gudetama Cafe zu suchen. Dies sollte da nach meinen Informationen zumindest zu finden sein. Allerdings fanden wir keinerlei Hinweis und mussten dann feststellen, dass wir uns wohl im Jahr vertan hatten. Dieses nur kurz eröffnete Themencafe war wohl letztes Jahr zu dieser Zeit dort gewesen und nicht dieses Jahr...also kein Gude Float für uns (was auch immer das genau ist, aber es sah super lecker auf Fotos aus!).
Also stromerten wir noch durch den Sky Tree Komplex, aßen leckere Taiyaki (mit Bohnenpaste gefüllte Teig-Fische) und panierte Würstchen am Stock und es war so unglaublich lecker!!



Wir besuchten an diesem Tag natürlich auch den Merchandise Stand und kauften uns unter anderem ein kleines Modell des Sky Trees, das leuchten kann! Und auch noch wunderschöne neue Stäbchen, deren Ende wie Glas anmutet und durch das man hindurch sehen kann. Die Verkäuferin konnte sogar ein paar Brocken Deutsch :)












Dann wanderten wir zurück nach Asakusa und aßen dort in einem kleinen Restaurant sehr leckeres Karekatsu und abends dann noch ein Eis im Hotel - alles schmeckt so guuuut hier. Nooom!






Der Tag war grandios, wunderschön, atemberaubend und wird immer in unseren Herzen sein und bleiben.Tokyo, wir lieben dich!

Susi und Sada

結婚して下さい
はい

Montag, 18. Juli 2016

Auf nach Tokyo

Ja der Titel ist richtig gelesen, heute ging es mit der JR Yamanote Line nach Tokyo.

Da Tokyo im Ganzen eigentlich als ganzes keine richtige Stadt ist – wer das nicht glaubt, kann auch gerne mal in der Wikipedia lesen, gibt es einen direkten Bahnhof mit dem Namen Tokyo Station.



Aber genug davon, was wollten wir da?
Nachdem Susi sich ein wenig durch die Tokyo Station gefragt hatte, fanden wir auch den Servicepunkt, wo wir unsere Tickets für Freitag nach Shin Osaka reservieren konnten.
War alles gar nicht so einfach, und da der Zug zurück in der Economy Class komplett ausgebucht war, mussten wir dafür auch ein Upgrade dazubuchen, was allerdings gar nicht so teuer ausgefallen war, wie wir zuerst befürchtet hatten. Nachdem wir dann unsere Tickets und weitere Unterlagen hatten, gingen wir erneut raus in die Affenhitze und statteten dem Kaiserpalast einen Besuch ab. Naja okay, eigentlich ist man so in dem Park um den Palast herum und den Palast selbst bekommt man auch kaum zu sehen, aber die Szenerie aus sauber geschnittenen Bäumen und unecht strahlendem Gras inmitten der Großstadt ist immer wieder etwas seltsames :)
Absolute Stille obwohl die nächsten Hochhäuser gar nicht so fern schienen.





Ach so, bevor wir in dem eigentlichen Park waren, machten wir noch einen kleinen Abstecher am Fountain Park, was eigentlich eine größere Fläche mit Wasser und vielen verschiedenen Wasserspielen war.
Zu Susis Leid, durfte man allerdings nicht darin herumlaufen also blieb zu ihrer Abkühlung nur einer der Trinkbrunnen, die man an vielen Ecken finden kann.
Eigentlich eine geniale Erfindung aber ich möchte hier auch nicht die verschiedenen Vermutungen aufstellen, warum sowas im großen Stil in Deutschland ein Ding der Unmöglichkeit ist umzusetzen.

Allmählich kündigte sich auch der Sonnenuntergang an und wir machten uns über einen Umweg zurück in Richtung Bahnhof.
Einen Abstecher machten wir allerdings bei einem kleinen Waffel Kaffee wo wir jeder eine Waffel und einen leckeren Eistee tranken. Beides kann man hier auch uneingeschränkt enmpfehlen und nun fällt mir gerade auf, dass wir heute schon wieder nicht unser Essen fotografiert haben, naja essen ist wichtiger als fotografieren.

Dann ging es aber auch zurück zur Station in der wir uns aber nun noch eine ganze Weile aufhielten.
Zuerst ging es zum Süßigkeiten Land – ich nenne es nun so, da mir der genaue Name entfallen ist – Dort gab es viele kleine und größere Geschäfte mit, naja Süßigkeiten eben. Allerdings ist das auch eine Welt für sich, denn unabhängig von Klischees die man so über Japan und ihre seltsamen Geschmäcker verbreitet, waren die meisten Dinge doch eher auch für den westlichen Geschmack nicht ungewohnt, aber die Art zu verpacken, es zu präsentieren und zu kombinieren ist schon eine ganz andere Stufe – dort macht Neues auszuprobieren einfach Spaß und man macht es auch einfach gern.
Dann ging es ins Character Land, wo es viele kleine Läden zu sehen gab die sich meist einem oder verschiedenen Charakteren aus den Medien verschrieben haben. Dabei war Snoopy ebenso vertreten wie Rilakkuma, One Piece, Totoro usw… ahso wo wir gerade bei Rillakkuma waren, wir haben die geilste Nudelzange genauft die es auf Mutter Erde zu sehen gibt. ;)

Als wir durch die vielen Läden durch waren, stiegen wir eine Etage weiter hinauf und streiften einmal durch das Kitchen Town. Viele Restaurants und Bars lagen hier durch beieinander. Aber auch hier war die Athmosphäre, obwohl die Preise etwas gehobener waren – trotzdem noch gut unter Deutschland Niveau – etwas besonderes. Die Restaurants waren zumeist voll, aber die Gänge dazwischen in ein sanftes Licht getaucht, sodass alleine das Schlendern durch diese für einen Abbau von Stress sorgte.






So nun sollte es aber wieder zurückgehen. Also uns ein Ticket für je 160 Yen gekauft und ab zurück nach Uguisudani. Dem geneigten Wrestling Fan, fiel natürlich dort direkt der Laden "NEW DAYS" ein und in Gedanken rief man – SUCKS –



Gegessen haben wir heute wieder in einer kleinen Nudelbar in Asakusa, wo wir uns allerdings ein wenig vertan haben. Wir schauten erst im Schaufenster nach den Gerichten, übersetzten uns die Namen der Gerichte und merkten uns die Nummern.
Diese wählten wir dann am Automaten und hatten für unter 1000 Yen für uns beide etwas zu essen bestellt.
Naja das bestellen tut man dann mit dem kleinen Bon den man aus dem Automaten bekommt im Innern am Tresen und ich versuchte mich ein wenig im Japanisch verständigen zu wollen, aber der Koch bremste mich aus, und unterhielt sich mit mir auf Englisch …  Geil Danke ;)



Das blöde kam aber danach, Ich war schon vorher ein wenig skeptisch als wir die Bons betrachteten und auf ihnen eben nicht das stand, was wir eigentlich haben wollten.
Und so war es auch. :P
Lecker war es trotzdem und es war auch nicht die Schuld des Kochs.
Die Nummern auf den präsentierten Gerichten waren allerdings ein wenig anders als am Automaten, und so hätten wir mal ein wenig mehr auf den Namen des Gerichts achten sollen.

Auf dem Rückweg gingen wir endlich auch an dem kleinen Supermarkt vorbei, wo ich das letzte Mal täglich meine Kagome gekauft hatte und auch diesmal nahm ich mir eine Packung mit.
Außerdem Milch und Schokocornflakes – natürlich japanischer Hersteller, denn wer braucht schon Kellogs?





Dann machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel, packten unsere Erstandenen Sachen aus – viel Süßkram, 2DVDs, eine CD+DVD, die besagte Nudelzange, waren heute in unsere Tüten gewandert.



Als Susi sich dann etwas ausruhte, ging ich noch einmal draußen spazieren und kaufte im Lawson nebenan noch etwas Tee und leckeres Eis.
Dieses Eis mit Fruchtstücken und mehreren Schichten, stellt man zuerst einige Sekunden in die Mikrowelle und genießt es dann mit dem Löffel.
Einfach der Hammer gewesen, aber wenn ihr keine Aufnahme mit einer Magensonde sehen wollt, können wir auch davon kein Foto anbieten.

Aber ein Bild möchte ich euch dann nicht vorenthalten. Da es ja wenig Platz für Autos in Tokyo gibt, gibt es zahlreiche anmietbare Parkplätze, aber nicht nur für Autos, auch für :




Auch heute schoss ich knapp 130 Fotos, da oben ist nur ein kleiner Ausschnitt der Orte die wir besucht haben.


Nun mal den Abend ausklingen lassen.
Beste Wünsche und auf bald

Sada und Susi


PS: heute waren es auch "NUR" 17685 Schritte und 13,49 km die wir gelaufen waren. Allerdings sind wir ja eine gute Ecke mit dem Zug gefahren und ja auch nicht so früh unterwegs wie gestern schon.





Sonntag, 17. Juli 2016

Endlich da …

Hallo und liebe Grüße aus dem Land der aufgehenden Sonne.
Wie ihr euch nun sicherlich denken könnt, haben wir es endlich geschafft, und der Weg dahin war alles andere als ein Zuckerschlecken.
Um es kurz zu fassen, wir sind um 7 in Berlin in den Flieger gestiegen, von dort nach Paris um dort dann um 11 Uhr in eine Boeing 777 zu hopsen und weitere gefühlte 20 Stunden in der Luft zu verbleiben.

Kurz nach 6 Japanzeit am Sonntag waren wir dann endlich wieder am Boden und auch wenn der Flug als solches okay war, wir mögen auch den Fliegerfraß, und schlafen konnte man eigentlich auch, hingen wir total durch.
Ein Problem gab es dann aber auch noch, und zwar, dass wir erst um 15:00 einchecken konnten.
Also fuhren wir zum Hotel – zu diesem Erlebnis gleich etwas mehr – kündigten uns an und konnten unser Gepäck dort auch verstauen. Dann verbrachten wir also den halben Tag im typisch Sonntag überfüllten Asakusa ;)

Aber kommen wir mal zu einem anderen Erlebnis, welches wieder zeigt wie Kundenfreundlichkeit zu funktionieren hat.
Wir wussten wo wir hin mussten und wo wir umsteigen sollten um unser Hotel gut zu erreichen.
Leider brachte uns der Ticketautomat ein wenig durcheinander und wir bekamen zwar ein Ticket nach Iriya, jedoch war es seltsam teuer und wir sollten in Yokohama umsteigen …
Yokohama liegt aber am anderen Ende der Strecke :P
Also sind wir zum Infoschalter gegangen, und wir mussten gar nicht aussprechen, da griff sich die freundliche Dame unsere Tickets, steckte sie zurück in den Fahrkartenautomaten und so bekamen wir unser ganzes Geld zurück, dann kaufte sie ein neues Ticket bis zum letzten Umstiegspunkt und sagte uns, dass wir dort einfach das letzte Ticket holen sollten. – ist einfach nen ganz anderer Zuständigkeitsbereich, aber kein Problem, alles klappte wunderbar.

Der Tag durch Asakusa – natürlich erstmal immer in Richtung des Skytrees war auch toll und erst war ich auch beinahe bis zu den Tränen geflasht, aber dann übermannte uns doch die Müdigkeit und wir kämpften uns durch tolle, aber für unseren Geisteszustand viel zu große Geschäfte. – Man konnte das einfach nicht mehr verarbeiten und wünschte sich auch einfach nur noch eine Dusche.



Etwas seltsames ist uns dann aber doch passiert und es zeigt, dass auch in Tokyo, der ansonsten so vernünftigen Stadt, seltsame Menschen umherstreifen.
Wir waren also auf dem Weg zum Sumidafluss und vor uns stand mit dem Rücken zu uns ein älterer Herr..
Er stand da mit leicht gespreizten Beinen und seine Hände vor seinem Körper, sodass wir sie nicht sehen konnten.
Natürlich ging mir sofort ein blöder Spruch durch den Kopf – will der jetzt da hin pissen?
Ich musste es gar nicht aussprechen, denn er tat es …
Mehr muss man da gar nicht hinnzufügen oder?

Challenge Accepted:
Wie beim letzten Mal, habe ich mich so früh es möglich war an den fantastischen Wending Machines vergriffen und mit für wenig Geld tolle Getränke daraus gezogen.
Einen leckeren Pfirsichsaft, der aber auch wirklich wie ein frischer Pfirsisch geschmeckt hat. Einmal grünen Matcha Tee – wunderbar gegen den Durst bei dem heißen Tokyowetter, und einen eine Art Eiskafee holte ich mir als ich alleine spazieren war, weil ich die Dose einfach so süß fand. Süß war auch der Eiskafee, aber lecker.
Und ahso, als wir so müde waren, genehmigten wir uns eine Dose BOSS Kaffee ;)








Ansonsten war es einfach toll den Skytree wieder zu sehen, die farbenfrohen Tempel in Asakusa und auch haben wir uns direkt beim Seven Eleven wieder das beste verpackte Eis der Welt gekauft :)
Wenn man diese Waffeln und auch das Meloneneis mit dem vergleicht, was man in Deutschland angeboten bekommt, fragt man sich eigentlich, was die mit dem ganzen Geld machen.








Wieder war es aber vor allem die Stille die diese gigantische Stadt in so vielen Straßen einem bietet. egal ob am Tag, oder in der Nacht, das pulsierende Leben, ist so nahe am Stillschweigen des Nichts, das es immer wieder faszinierend ist, wenn scheinbar alles im Nichts verhallt und keine Menschenseele mehr zu sehen ist.


Als wir dann endlich eingecheckt hatten, die Dusche ausprobiert und Susi ein wenig geschlafen hatte – während ich einen alleinigen Spaziergang machte – machten wir uns erneut auf den Weg. Allmählich dämmerte es auch – Zu dieser Jahreszeit ist es gerne mal gegen 17:00 Dunkel in Tokyo. Wir klapperten Straße für Straße ab um uns mal was anständiges zu Essen zu suchen und wie das so ist, wenn man mal eine schöne Bar benötigt, ist einfach keine da …




Dann fanden wir dennoch eine kleine Bar in der wir uns niederlassen konnten. Leider haben wir kein Foto vom Essen für euch, da dort gebeten wurde das Handy nicht zu benutzen und dem kamen wir natürlich nach ohne es heimlich zu versuchen.

Es gab Shouyo Soba und Tonkotsu Ramen.
Und ja es schreibt sich wirlich Tokotsu in der Umschrift und nicht Tonkatsu :) ich kannte es vorher nicht, aber es war echt wirklich lecker.
Die Bilder sind nur künstliche Abbildungen aus dem Schaufesnter, was dort einfach so üblich ist und das tolle ist, das Essen was man bekommt, sieht auch wirklich so gut aus :)



Als wir dort raus waren, suchten wir noch einen kleinen Ort wo wir etwas trinken konnten, und auch da wurden wir nach einer kurzen Zeit fündig. Zuerst war es etwas verwirrt. wir saßen am Tresen, bekamen beinahe schon in Zeitlupe nebeneinander 4 Speisekarten auf den Tisch gelegt und dann jeder von uns ein feuchtes Handtuch ausgebreitet in die Hand gelegt, damit man sich die Hände putzen konnte.

Susi trank einen frischen Grapefruit Cocktail und ich probierte japanischen Yamazaki Whiskey.
War ganz lecker, auch wenn ich sicherlich kein Experte in Sachen Whiskey bin und eh kaum Alkohol trinke. Gut war es dennoch.



Zum Abschluss begaben wir uns noch einmal hinunter zum Sumidafluss, wo sich die verliebten Paare Tokyos im Schatten der Nacht trafen und wie wir dann auch die Ruhe genossen.





Auf der einen Seite im finsteren Schatten der Bäume waren wir, auf der anderen Seite, die strahlende Skyline von Tokyo mit seinem Skytree, dem Asahi Hauptquartier – in welchem sich der glizernde Skytree reflektierte und wir dürfen natürlich Sperm San nicht vergessen, welcher eigentlich ein gigantischer Biertropfen ist.




Nun eingedeckt beim Lawson nebenan, lassen wir den endlosen Tag ausklingen.

Beste Wünsche

Sada und Susi


PS: eine kleine Info am Rande: wir haben heute 32651 Schritte zurückgelegt und dabei in Tokyo 25,55 km zu Fuß gerissen. das mag für manch einen nicht viel klingen, aber die Luftfeuchtigkeit ist wie Meerestiefe und die Wärme und das nicht schlafen, tun ihr übriges,



Freitag, 15. Juli 2016

Nun ist es bald soweit...

...die Koffer sind gepackt, die Fahrtzeiten sind rausgesucht und fast alles ist vorbereitet für den großen Tag morgen. Oder sollten wir lieber sagen heute Nacht?
Da die Sbahn in Berlin in der Nacht die seltsamsten Wege fährt, werden wir wohl bereits um 2 Uhr am rumwuseln sein und hoffen, dass alles glatt geht, bis wir dann am Flughafen sind.
Zuerst geht es nach Paris und dann nach Glorious Nippon!
Das Koffer packen verlangt einem schon einmal viel ab...ich frage mich immer noch, wieso ich praktisch allein mit wirklich nicht zu vielen Sachen ca. 20 Kilo in einen Koffer bekomme? Das Gute ist: Sada packt nur die Hälfte voll und so kann ich meinen Krams ein wenig verteilen :)
Dennoch bin ich immer wieder verwundert...
Der Tag heute war anstrengend, die Batterien langsam zum Abend hin leer. Ich werde nachher versuchen wenigstens ein Stündchen zu schlafen, während Sada beinhart das Wachbleiben zelebrieren will. Schon beim Schreiben hier werde ich schläfrig. Das wird dann alles im Flieger nachgeholt! Immerhin haben wir ja genügend Zeit. Ungefähr 12 Stunden trennen uns zwischen Paris und Tokyo.
Wir sind aufgeregt und alles bleibt dennoch surreal. Es wird wohl noch einige Stunden bis wir sagen können: Reality kicks in.




Wie man sehen kann, haben wir alles Mögliche um den Flug zu überbrücken.
Ein Notebook – Was aber nur als mobile Ladestation dienen soll, eine PSP – Was ist besser als auf einer Reise Corpseparty zu spielen? eine PSVita mit zahlreichen Atelier Spielen und noch den Blackberry Passport, der von Sada zum Kanji und Vokabellernen missbraucht wird, um das eigentliche Smartphone zu schonen. Insgesamt haben wir nun 3 Smartphones dabei, mit jeweils den Boardingpässen darauf – man weiß ja nie was alles schiefgehen kann wenn die Technik einem wirklich mal nen Streich spielen möchte. Also dann auf Bald
Beste Wünsche
Susi und Sada

Donnerstag, 14. Juli 2016

Willkommen zurück … Blog

Wie lange ist es nun her, seit wir den letzten Eintrag hier verfasst haben? und wie lange ist es her, seit wir unseren Abschiedspost aus Tokyo geschrieben haben?
Keine Ahnung, aber es war 2014, als wir zum ersten Mal gemeinsam in die vielleicht bunteste Stadt unseres Planeten geflogen sind.
Bunt, nicht nur dank der gigantischen Werbetafeln, auch die Menschen, die Architektur, die Pflanzen, ja vielleicht auch die Luft, hatte ihren Anteil daran.
Aber wollen wir nun aufhören in Erinnerungen zu schwelgen, denn nur noch etwas über 30 Stunden und es geht los.
30 Stunden sage ich, weil wir genau 30 Stunden vor Abflug online einchecken können.
Blöd nur, dieser Zeitpunkt fällt genau auf heute Nacht um 1:00 und das ist kein cooler Zeitpunkt wenn man bedenkt, dass wir in der Nacht von Freitag auf Samstag früh aufstehen müssen, um ungefähr um fünf Uhr am Flughafen Tegel zu sein.

Heute wurde bereits einer der beiden Koffer gepackt – den anderen befülle ich morgen – und die Smartphones und Kameras wurden von überflüssigem Datenbalast befreit.

2400 Fotos nahmen wir das letzte Mal mit nach Hause, und diesesmal werden wir uns noch übertreffen. Nein wir sind keine typischen, wir müssen alles fotografieren Touristen weil es ja so anders ist, wir fotografieren auch in Deutschland jeden Haufen Dung der uns vor die Linse kommt, weil es gut in der Abendsonne aussieht.

Die wichtigste Tat zur Vorbereitung machte ich allerdings vorhin als ich von der Arbeit wieder Zuhause eintraf und das war, mich auf den Weg zum Zoll zu machen um einen zweiten Glowstick abzuholen.
Kein H!P Konzert, ohne Glowsticks, man will ja nicht noch mehr als Ausländer wirken, als man es eh schon tut … Langnasen!






Im Nachhinein fragte ich mich allerdings, warum ich den zweiten Stick eigentlich nicht direkt in Tokyo gekauft hätte, immerhin sind wir ja bald dort – ich verstehe mich manchmal wirklich nicht.

Gleich wird noch ein wenig gelernt, und etwas Ordnung gemacht, bevor es Morgen an die finalen Vorbereitungen geht.

Wir wünschen euch einen schönen Abend und hoffentlich lesen wir uns schon bald wieder.

Beste Wünsche

Sada und Susann

Dienstag, 19. August 2014

Tokyo unter Wasser ohne nass zu werden.

Hallo und willkommen zurück.

Schon zuvor hatten wir uns überlegt, dass wir uns Tokyo einmal in "nass" anschauen wollen.
Nein uns ging es nicht darum schon wieder im Regen herumzulaufen, sondern nahe dem Skytree im westlichen Teil der Tokyo Skytree Town, befindet sich das Sumida Aquarium.
Das Sumida Aquarium hat sich auf das Leben im Meer spezialisiert und somit befinden sich dort auch ausschließlich Tanks gefüllt mit künstlich erzeugtem Meerwasser.
Aber bevor wir uns ins tiefe Nass werfen konnten, mussten wir uns natürlich erst einmal auf den Weg in Richtung Skytree Town machen.


Über den schönen Sumida Fluss – Auf unseren Fotos kommt leider nicht so richtig rüber wie schön es dort eigentlich ist:



Der Skytree als höchster Turm und zweithöchstes Bauwerk der Welt, kündigt schon von weitem die Skytree Town an:



Ansonsten verlief der Weg vergleichsweise unspektakulär, aber in unseren letzten Beiträgen, konntet ihr euch ja schon ein gutes Bild vom Sumida Fluss und unseren Laufwegen machen.

Am Aquarium angekommen mussten wir uns erst einmal orientieren, doch wie überall in Tokyo, war es dank der ausführlichen Wegbeschreibungen und freundlichen Mitarbeiter kein Problem unsere Eintrittskarten zu bekommen.





Dazu sei erwähnt, wenn man sich eine Jahreskarte holen möchte, muss man nicht mehr bezahlen, als würde man das Aquarium zwei Mal besuchen – also teuer ist das ganz und gar nicht.

Als wir dann hineingegangen waren, wurde es dunkel.
in einem tiefen und schummrigen Blau.
Zuerst mussten wir erst einmal wieder orientieren aber ein paar große Pfeile wiesen uns den Weg.

Eigentlich begann es vergleichsweise unspektakulär, mit einigen – normalen – Becken mit – wer hätte das gedacht – Fischen drinnen.


Besonders fischig sieht das ja nicht aus:



Die Putzkolonne:


Skalare sind  immer schön:



Hier wird die Form der Tiere schon ein wenig abgefahrener:




Freund Skalar:


Nicht unbedingt außergewöhnlich,  aber schick:

same here:


Als wir an den ersten Becken vorbeigegangen waren, kamen wir nun in den Bereich der das ganze schon viel außergewöhnlicher machte.
-Quallen–
Quallen in allen Größen, Formen und Farben und es ist schon wirklich erstaunlich wozu die Natur fähig ist.




Mondquallen:

Einmal etwas größer:


Es war sehr dunkel, aber die Kamera machte – natürlich ohne Blitz – sehr tolle Bilder:


Paarung?


Family:


In weiteren Becken, wurden sie ganz sanft im Wechsel mit verschiedenen Farben ausgeleuchtet:



Zum träumen schick:



Diese Quallen – man  sieht es vielleicht ein wenig – hatte an all ihren Seiten blinkende Leuchtstreifen die wie LEDs ihre Farben fließend wechselten – Mega cool


Was für ein Gewusel:

Mal eine einzelne:


Da fragte man sich, warum Quallen sich eigentlich nicht verknoten:




Sie sind einfach cooler als wir:


Auch die feinen Adern sind einfach faszinierend:





Pilzquallen:



Wobbelnde Quallen waren natürlich lange nicht alles, was wir dort entdecken konnten, und so ging unsere Reise, in die Tiefen des Meeres weiter.




Borstig:




Eine Seegurke:


Die möchte ich nicht unbedingt anfassen:



Sah unheimlich witzig aus, mit den ganzen kleinen Beinchen:




Findet Nemo, wozu?



Ja genau, das ist ein Fisch:



Und das auch:


Der is schöööööön:


Und der dick:

Tiefseespaghetti




Wenn man bedenkt, wie dunkel es dort unten ist, fragt man sich: wozu die Farben?





Als es dann weiter ging, kamen wir an einem großen Becken vorbei – und groß, heißt hier wirklich GROß.

Über zwei Etagen erstrecke sich der große Wassertank in tiefen Blau und dort befanden sich Meeres Tiere beieinander in allen Größen und Formen.



Die Lichtverhältnisse waren – wie man sich ja bereits denken kann – nicht die besten, aber genau das war es, was die Faszination ausgemacht hatte:



Auch Katzenhaie gab es, aber sie machten gar nicht Miau und geschnurrt, haben sie auch nicht:




Fische, wohin man nur blickte:



Auch hier waren die Farben vielfältig:




 …



Erstmal am riesigen Becken vorbei, wurden die Ökosysteme wieder ein wenig "kleiner".



Sträfling:





In den folgenden Becken, wurden Korallenriffe in verschiedenen Tiefen vorgestellt:




Schon faszinierend:


 Und noch mehr Faszination:



Lustige Aale:



 Ich weiß nicht genau wie lange wir angeschaut haben, wie sie sich aus und eingruben:



Der Chiller:

Er lag ein wenig angelehnt an den Steinen und ja – er entspannte eben:




Zwischen den ganzen großen und kleinen Becken, gab es einen länglichen Raum, der von kleinen Becken umgeben war.
Der Beschreibung nach, war es eine kleine Einrichtung für Zucht und Forschung.
Man konnte den Männern und Frauen bei der Arbeit zusehen, und ihnen sogar Fragen stellen.
Um diesen Bereich herum, waren wie gesagt kleine zumeist runde Becken wo verschiedene Arten gezüchtet wurden.








Für uns ging es weiter und langsam wurde es im Aquarium selbst ein wenig heller. Erwähnt sei dazu, es gab zu dieser Zeit ein kleines Thema mit dem Titel:
Penguin meets Dinosaur.
Was das bedeutete, das werden wir euch nun erzählen.

Das Sumida Aquarium ist für sein großes Pinguinbecken bekannt, welches man von beinahe allen Seiten – sowie von unten und oben – bestaunen konnte.

Alleine Pinguine sind natürlich die geilsten, aber auch wird man natürlich niemals zu alt für Dinosaurier.

Nahe dem Pinguinbecken – wo wir auch mit ansehen konnten wie Pfleger das Becken reinigten, mit Wasserschläuchen besprühten oder mit den Pinguinen Spielten - standen zahlreiche Dinosaurierskelette eingetaucht in mysteriös wirkendes Licht.

Neben den Skeletten, waren kleine Schilder wo einmal natürlich der Name des Dinosauriers stand und eine Waage abgebildet war.
Auf der einen Waagschale stand der Dinosaurier, und auf der anderen gegenüber war ein Haufen von Pinguinen.
Immer so viele wie benötigt werden würden, um die Waage ins Gleichgewicht zu bringen.
Schon eine sehr süße Idee, aber hier einfach mal mehr Fotos.



Wer sind denn all diese Leute?


Es liegt was in der Luft:



Was, wer bist denn du?


Schnell abtauchen:



Die Beleuchtung kommt auf den Bildern leider nicht gut rüber:






Na was meint ihr, wie viele Pinguine passen dort hinein?




Na wer finden den "nicht"Pinguin?



Es war gar nicht immer leicht die Pinguine zu fotografieren, da sie unheimlich schnell sein können.





Als wir unseren Rundgang dann beendet hatten, konnte man einem Souvenirshop nicht entgehen.
Nicht weil die Werbung so einladend war, nein der Ausgang führte einfach direkt hindurch.

Ein wenig kauften wir dann sogar noch.
Sumida Aquarium Keksemit Pinguinen und anderen Tieren darauf in einer schicken Keksdose.
Einen dicken aber zugleich Plüschpinguin der als Kissen dienen soll und ein paar Kleinigkeiten noch dazu.


Langsam hatten wir aber auch wirklich hunger und während wir in der Skytreetown nach Restaurants oder Bars suchten, sprach uns von der Seite jemand auf englisch an und versuchte uns zum eintreten in das Restaurant zu bewegen.
Wie wir so sind – man kann uns in Japan wirklich alles verkaufen – gingen wir hinein ohne wirklich zu wissen was wir essen werden.

Erst als wir unseren Platz hatten, stellte sich heraus, dass wir indisch essen werden.
Alles klar – unser erstes nicht japanisches Essen in dieser Zeit.

Susi bestellte natürlich Curry und Sada das größte, was auf der Karte zu finden war:




Als wir dann das Aquarium und die Skytreetown verlassen hatten, war es bereits dunkel geworden


Direkt neben dem Eingang der Blick hinauf zum Skytree:




Dort unten zwischen den kleinen Wasserfontainen spielten Kinder während ihre Eltern ein Auge auf sie hatten:






Was das für ein Kunstwerk ist, hatten wir nun aber nicht geguckt:



Aber der Ausblick und die Farben waren natürlich wie immer spitzenmäßig:








Nach diesem Tag und seinen späten Abend, machten wir uns wieder zurück zum Hotel um noch wie jeden Abend bei Lawson einzukaufen – was mir einen weiteren Grund gab auf bestimmte Artikel aus Deutschland zu verzichten:


Chips mit geschmolzenem Käse darauf … sorry good old Germany, du bist eine Süßigkeiten und Knabberzeugwüste:



Zum Abschluss fotografierte ich noch einmal einige meiner in den letzten Tagen geleerten Kagome-Saft


Aber hier zum Ende noch ein paar letzte Gedanken zum vergangenen Tag:




Sada:
Ich selbst war eigentlich noch nie in so einem Aquarium und die einzigen "Ausstellungen" mit Fischen, kannte ich nur im kleinen Rahmen aus den üblichen Zoos.
Daher war ich natürlich um so mehr begeistert über die Vielfältigkeit und die Größe.
Auch waren viele Eltern mit ihren kleinen Kindern unterwegs und neugierig und begeistert schauten sich die Kinder die Becken und ihre Bewohner an.

In der Nähe des "Riesenbeckens" wurde es ein wenig lauter, da dort größere Gruppen von Kindern sich auf Sitzen ausruhten oder herumtobten.

Dennoch war es ein sehr ruhiger und erholsamer Tag und ich fand auch sehr schön, die de Ruhe des "Meeres" sich auf seine Besucher übertrug.
Es war wirklich ruhig und wenn ich dort wohnen würde – wäre schon cool – würde ich mir auch eine Jahreskarte holen um das Aquarium regelmäßig zu besuchen.

Die Chips die wir gekauft haben, gehören zu weiteren Genussexplosionen die wir erleben durften.
Die Tüten sind zwar wesentlich kleiner als das, was man in Deutschland bekommt aber der unfassbar intensive und natürliche Geschmack der einem da geboten wird, macht den Preis wieder wett.



Susi:

Der Tag im Sumida Aquarium war ein tolles Erlebnis! Ich war vorher noch nie in einem richtigen Aquarium und war daher echt begeistert von der Artenvielfalt und der Art, wie alles gestaltet und aufgebaut war. Mein persönliches Highlight waren ja die Quallen - auch wenn ich sie in direktem Kontakt nicht besonders prickelnd finde...Aber zu sehen wie sie sich bewegen und schwerelos umher schweben, das war wirklich wunderschön anzusehen. Auch das ganz große Becken, die lustigen Aale und die super schnellen Pinguine...alles hat wunderbar zusammen gepasst und für jeden wurde etwas geboten. So vergingen die Stunden wie im Flug! Das Essen danach war auch wieder super lecker und mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich daran denke! Ich meine mich auch zu erinnern, dass ich mir in dem Shoppingbereich noch eine wunderhübsche Kette gekauft habe - in Form eines Mondes. Und danach noch zwei Vorhänge mit Hortensien darauf. Wenn sie endlich hängen, werde ich definitiv noch mehr an diesen schönen Tag denken :)




Liebe Grüße

Susi und Sada