Dienstag, 19. August 2014

Finde dich zurecht auf unserem Blog

Als wir damals diesen Blog im Vorfeld zu unserer Reise erstellten, hatten wir zwar eine Menge grafisches im Sinn, aber eines der wichtigsten Elemente fehlte nun.

Wie findet der Besucher unsere älteren Beiträge? Eine gute Frage und als mir gerade dieses Problem aufgefallen war, habe ich nun kurzerhand das Archiv hinzugefügt.

Natürlich fragt man sich, ist das nun wirklich einen Blogbeitrag wert?

Da wir alles andere als professionelle Blogger sind, passieren uns halt immer wieder kleine oder größere Fehler und wenn wir sie bemerken, oder uns jemand auf diese aufmerksam macht, sollte es eine Frage des Anstands sein sich zu entschuldigen.

Zur Feier des neuen Archivs auf der rechten Seite haben wir noch ein paar schöne Bilder für euch



Im Laufe des Tages wird auch der neuste Beitrag aus unserem Tokyoaufenthalt hochgeladen.









Liebe Grüße

Sada und Susi


Sonntag, 3. August 2014

Noch mehr Tower Power

Unser Montag sollte ganz und gar einem Bauwerk gewidmet sein: dem Tokyo Tower.
Eigentlich wollten wir an diesem Montag auch unsere Post Richtung Deutschland schicken. Nachdem wir also eine Post in der Nähe unseres Hotels gesucht und gefunden hatten, stellten wir fest, dass geschlossen war. Etwas verwundert gingen wir also weiter und fanden etwas später heraus, dass noch einige weitere Geschäfte geschlossen waren. Also recherchierten wir ein Weilchen und fanden heraus, dass Tag des Meeres und somit anscheinend Feiertag war.
Also nochmal schnell nachgeforscht, der Tokyo Tower sollte dennoch offen haben. Also nix wie hin!
Hier einige Bilder unseres Weges:







Fix gingen wir wieder an dem Laden vorbei, an dem Sada seit Tagen Saft kaufte und ich holte mir leckere Zitronenlimo und ein Melonpan mit Schokostückchen. Melonpan ist eine Art Hefeteig-Teilchen in groß und lecker und super fluffig!!







Die nächstliegende Bahnstation des Tokyo Towers war schnell erreicht und so machten wir uns auf den Weg – immer in Richtung des riesigen Gebäudes, vorbei an einem Tempel und einem Park und auch der Gedächtnisstätte für abgetriebene oder totgeborene Kinder, bei der kleine Steinkinder bunte Mützen und Kleider angezogen bekommen hatten.










Als wir beim Tower ankamen, beschlossen wir, zur ersten Plattform zu fahren und kauften uns unser Ticket. Von oben erblickten wir das etwas schläfrig wirkende Tokyo – eine leichte Wolken- oder auch Smogschicht hüllte die Häuser um uns herum ein und ließ alles in einem anderen Licht strahlen.















In der Ferne entdeckten wir sogar die Rainbow Bridge.






Dieses Fenster nach unten in den Abgrund war auch toll!






Nachdem wir uns satt gesehen hatten, fuhren wir wieder hinunter und wurden auf einer Etage rausgelassen, welche man dann selbst weiter entlang gehen muss, damit man hinunter kommt. Dort gab es natürlich Shops und auch Restaurants. Zu diesem Zeitpunkt war dort auch eine kleine Ausstellung mit gezeichneten Godzilla-Bildern zu sehen. Sehr interessant!

Als wir dann draußen waren, saßen wir noch ein wenig in einem nahe gelegenen Park und machten uns dann auf die Suche nach etwas essbarem.
Wir fanden einen kleinen Laden, der ebenso einen Automaten hatte und nicht allzu teuer war und wollten uns dort etwas bestellen, doch waren wir etwas verwirrt. Nicht alle Gerichte waren auch draußen abgebildet und der Automat an sich hatte nur Schrift überall, sodass wir wohl sehr seltsam geschaut haben mussten. Auf jeden Fall kam uns die Bedienung des Restaurants zur Hilfe und empfahl und ein Gericht, welches wir dann zweimal bestellten. Wir ließen uns also überraschen. Hier unser Menu:







Es war super lecker! Und machte enorm satt, aber das sind wir ja beinahe schon gewohnt nun. Es war auf jeden Fall eine gute Idee gewesen, uns helfen zu lassen und auch mal etwas Neues auszuprobieren.

So machten wir uns dann auf den Weg zurück ins Hotel und ließen den Tokyo Tower hinter uns:




Und zum Abschluss nun noch unsere Gedanken:

Susi:
Den Tokyo Tower habe ich nun das zweite Mal gesehen. Dieses Mal machten wir uns von einer anderen Bahnstation auf den Weg und verliefen uns nicht einmal – das erste Mal rannten wir in eine vollkommen falsche Richtung und sahen uns dann nebenbei noch ein Pokemon-Center an.
Diesmal ging es also schnurstracks. Der Tag war sehr ruhig, sehr dröselig durch die Hitze und auch sonst waren Worte nicht der Mittelpunkt dieses Tages. Alles war wie in einer Art Schleier – vielleicht der gleiche, der auch über der Stadt lag.
Wenn ich so den Tokyo Tower mit dem Sky Tree vergleiche, gefällt mir glaube ich beinahe der Sky Tree lieber, da er eigenwilliger aussieht (der Tokyo Tower ist ja dem Eiffelturm nachempfunden) und auch, weil man von dort aus den Sumida-Fluss sieht. Es ist schön, dass Tokyo nun zwei so unterschiedliche Türme hat, von denen man die Stadt beobachten kann.
Und auch der Vergleich zwischen Tag und Nacht lohnt sich – es wirkt noch einmal ganz anders alles.
Das Essen war auch ein Erlebnis! Was wir da nun gegessen haben, weiß ich gar nicht genau und es sah auch abenteuerlich aus aber es hat wirklich gut geschmeckt – bald eher nach Hühnchen als nach Meerestier. Aber hey, dieses Ausprobieren und neu entdecken ist das Tolle hier :)

Sada:

Ich wurde ein weiteres Mal zerstochen.
Als wir auf einer Bank vor dem Tokyo Tower gesessen haben, erwischten mich gleich mehrere Stechmücken zur gleichen Zeit an meinen Armen und Beinen. Die Stiche waren auch das einzige, was mich wirklich an Tokyo belastet hat – aber was soll man machen.

Oben auf dem Tokyotower hatten wir eine tolle Aussicht und auch wenn es leider ein wenig diesig in der Ferne war, hatten wir einen tollen Ausblick.
Auch wenn wir nicht so hoch waren wir auf dem Skytree bekam man doch einen wunderbaren Überblick über die Stadt und zwar ist der Tokyotower ähnlich designt wie der Eifelturm, ist er dennoch von der Struktur er ganz anders.

Dazu gibt es noch einen interessanten Fakt:
Zwar ist der Tokyotower größer als der Eifelturm, so ist er aber um ein vielfaches leichter.
Der Tokyotower bei Nacht ist einfach wunderschön.
Ein farbenfroher Traum, anders kann man das nicht sagen.
Als wir nun ein weiteres Mal bei einem Restaurant unsere Essenskarten aus einem Automaten gezogen haben, probierten wir ja die Empfehlung der Bedienung aus und wow: waren die groß :)
Man muss einfach mal den Kopf abschalten wenn es ums essen geht und genießen.



Liebe Grüße


Susi und Sada

Donnerstag, 31. Juli 2014

Akihabara die Zweite … Regen, Maid Cafe, und Morning Musume Otaku

Hallo und willkommen zu unserem neusten Bericht aus Tokyo.
Diesmal haben wir erneut einen Ort besucht, wo wir bereits gewesen waren.
Die Rede ist von Akihabara und wie man es kaum glauben mag, dort gibt es nicht nur einen offiziellen Hello! Project Shop, sondern auch das über die Landesgrenzen hinaus bekannte "@home Maid Cafe"
Susi war bereits bei ihrem letzten Tokyoausflug in einem solchen Maid Cafe gewesen, allerdings sollte es für Sada das erste Mal sein, was auch sehr emotional von statten ging.
Relativ spät machten wir uns an diesem Tag auf den Weg und da Akihabara nicht weit hinter Ueno liegt, gingen wir erneut zu Fuß.
Zu Beginn noch trocken und dennoch den Regenschirm eingepackt, machten wir uns auf den Weg.
Es dauerte auch nicht lange, bis wir die ersten Gebäude entdeckten, welche man einfach auf einem Foto festhalten musste:


Was haben wir denn da?


Echte doitsche Schäferhunde?


Hier wieder ein Beleg dafür, dass es in Tokyo nicht nur Neon und Beton gibt:



Und hier noch einmal aus einer anderen Perspektive:

Dann gingen wir weiter und es passierte das, was wir eigentlich gar nicht wollten und dennoch viel häufiger mit gerechnet hatten:



Ja genau, es begann zu regnen, denn obwohl wir Tokyo in der Regensaison besucht haben, hatten wir bisher beinahe durchgehend Glück gehabt was das Wetter anging, doch heute sollte es uns richtig treffen.
Es war nicht kalt, doch unser Regenschirm – wir hatten nicht den Geschenkten mitgenommen, sondern unseren eigenen – war einfach zu klein gewesen, um uns beide vor den Wassermassen zu schützen und so wurden wir beide so ziemlich durchnässt.
Sada auf der linken Seite und Susi … so ziemlich überall.
Die Stimmung war wirklich nicht die beste – doch gaben wir nicht auf und nutzten die zahlreichen Möglichkeiten sich bei den großen Gebäuden in den Eingangsbereichen unter zustellen.

Immer wieder zwischendurch machten wir uns wieder mutig auf den Weg, bis wir dann bei der Ueno Station, einen etwas längeren Zwischenstop einlegten, um uns ein wenig mehr vor dem Regen zu schützen.


Auf der Brücke vor der Ueno Station:


Wir hatten es ja bereits einmal erwähnt – Überall in Tokyo findet man einen Blickfang:


Immer wieder gab es in den Einkaufszentren Angebote für Kinder:



Wir hatten kein wirkliches Ziel, sondern schauten uns einfach nur um, in der Hoffnung das Wetter würde sich über die Zeit ein wenig bessern.
Dieses Glück hatten wir auch, und nach etwa einer Stunde gingen wir wieder nach draußen und machten uns nun auf die letzten Meter in Richtung Akihabara.

Die Showa Dori – eine große "Hauptstraße" führte von der Nähe unseres Hotels, durch Ueno bis nach Akihabara – und somit konnten wir uns auch gar nicht verlaufen.
Angekommen, mussten wir uns allerdings noch einmal neu orientieren um den Standort des Maidcafe ausfindig zu machen, doch dank "maps with me" war das gar nicht so schwer und Susi hatte natürlich ebenfalls den absoluten Durchblick gehabt.

Das @home Cafe befand sich wie viele andere Locations in einem mehrstöckigen Haus und erstreckte sich auch über mehrere Etagen.

Auch eine super Sache war gewesen, dass im Eingangsbereich des Gebäudes eine Tafel hing, wo einmal die Öffnungszeiten standen, und dazu noch in welchem Stockwerk und zu welchen Zeiten auch eine englisch sprachige Maid zugegen ist.
Wir gingen also in den Fahrstuhl und fuhren nach oben, doch die Etage die wir uns ausguckten war ziemlich überfüllt und eine Schlange von weiteren Gästen wartete bereits auf den Einlass. Also nahmen wir die Treppe um eine weitere Etage auszuprobieren und siehe da: es war zwar gut gefüllt, aber es gab keine große Schlange an der man sich erst anstellen musste.

Als kleine Anmerkung:
solche Schlangen findet man in Tokyo überall.
Bei Cafes oder auch Restaurants und eigens dafür, gibt es oftmals vor den Eingängen eine Reihe von Sitzplätzen, damit man sich während man wartet nicht die Beine in den Bauch stehen muss.

Im Maidcafe selbst, durfte man allerdings keine Fotos machen, außer von seinen Speisen, aber warum das so ist, dazu kommen wir gleich noch.

Sada war zuerst ein wenig überfordert von der liebenswerten, aber doch sehr direkt offensiven Art der Maid, die uns in das Cafe begleitete. Doch nach einer Weile legte sich auch diese innere Unruhe wieder.

Wir wurden also zu einem freien Platz geleitet und in einer langen und ausführlichen Prozedur wurde uns der Ablauf noch einmal mit Worten, Bildern und Speisekarten erklärt.

Für uns lief das dann im Grunde so ab:
Wir zahlten einen Pauschalpreis für etwa eine Stunde, welche sich dann folgendermaßen entwickelte:

Wir wählten zusammen mit der Maid jeder ein Gericht und ein Getränk aus der Karte.
Zuerst brachte man uns unsere Getränke und fragte uns, welches Tier wir denn gerne darauf haben wollten:

Sada wählte Hamster – was die Maid sichtlich erfreute und Susi wählte den Bär :D
Dann begann sie die Tiere auf unseren Kaffee zu zeichnen …


Dann gab es auch unsere bestellten Spaghetti, wobei die Soße zu Beginn nicht mit den Nudeln vermischt war.

Dann kam etwas Arbeit auf und zu:


Nachdem uns die Maids um unsere Mithilfe gebeten haben, fingen sie an die Nudeln mit der Soße zu vermischen und mit ihnen zusammen mussten wir verschiedene niedliche Worte rufen.

Ja genau, das klingt genauso verrückt wie es war und eine der Maids meinte dann noch, dass Susi doch so eine schöne Stimme hätte und es doch schade sei, dass sie soooooo leise ist.
Als die Arbeit getan war, ging es endlich ans Essen und hier konnten wir dann auch Fotos machen:




Als wir gegessen hatten, ging es mit dem Programm weiter.
Noch vor dem Essen, wählten wir aus einer Reihe von Fotos unsere favorisierte Maid mit der wir uns am Ende fotografieren lassen würden.

Leider erkannten wir unsere persönliche Maid auf den Fotos nicht – da sie auf den Fotos eine andere Haarfarbe hatte – und somit entschieden wir uns mehr oder weniger spontan.

Unsere Namen wurden ebenfalls aufgeschrieben und gerade bei Sadas realen Name, hatte die Maid deutliche Schwierigkeiten.

Obwohl dieser am Ende richtig war und Susi schrieb sie dann als Suzi :D

Als erstes wurde Susi auf eine Art "Bühne" gerufen und nach ein wenig lachen und Geplänkel konnte sie aus einer Kiste mit vielen verschiedenen Sachen wählen die sie sich auf den Kopf setzen, oder in die Hand nehmen konnte.

Dann einigte man sich noch auf eine Geste und "KNIPS"

dann dauerte es noch ein Weilchen und Sada wurde gerufen.

Dann eskalierte die Stimmung ein wenig, aber nicht wegen Sada selbst, sondern aufgrund der Tasche mit den ganzen Sayu und Morning Musume Buttons darauf.

Die Maids outeten sich selbst als Hello! Project Fans und so war das nächste finstere Geheimnis gesäht.

Mit der Maid zsammen und Hasenohren auf dem Kopf gab es eine Usa-chan Peace Geste und erneut: KLICK!

Die Fotos wurden übrigens mit ebenso einer Kamera gemacht, wie sich Susi zuvor gekauft hatte aber die Fotos zeigen wir euch natürlich nicht.

wir bekamen sie in einem süßen Rahmen überreicht und dann noch eine kleine Kunststoffkarte handgeschrieben mit unseren Namen darauf und einem LV1.

Auf der Rückseite waren mehrere Felder, die man bei jedem Besuch ausfüllen lassen konnte und ich vermute, dass man dann irgendwann sogar Lv 2 wird :D

Ein Foto von der Vorderseite der Karte findet ihr hier:


Dann ging es allerdings noch einmal los:

Erneut wurden Maids auf auf die Morning Musume Buttons aufmerksam und sie erzählten uns wer ihre persönliche lieblings Member war.
Auch hinter unserem Rücken wurde getuschelt und sich über Sadas neuen Status als "Morning Musume Otaku" gefreut.

Nach diesem Chaos der Niedlichkeit wurden wir zum Ausgang geleitet und verließen entzückt und wohl gesättigt das Cafe und hier noch einmal ein Foto, welches aber nicht selbst geschossen ist, von den Maids und ihren Uniformen:


Dann machten wir uns auch langsam wieder auf den Rückweg und ließen den Tag im Hotel noch einmal Revue passieren.


Hier nun einmal ein paar persönliche Gedanken:


Sada:

Ich gebe zu, der Tag war für uns beide schwer, da ich mit Blick auf das Ende unseres Urlaubs besonders morgens extrem emotional war.
Ich habe es Susi wirklich nicht immer leicht gemacht und auch wenn ich an Anfang im Maid Cafe das Gefühl hatte "WTH geht denn hier ab?" bin ich dankbar dafür, dass sie mich mitgenommen hat und habe mir vorgenommen, beim nächsten Besuch in Tokyo meine Maid Cafe Karte Lv 1 zu füllen :D

Ein wundervolles Erlebnis und wenn ich mir das nun aus einiger Distanz noch einmal vor Augen führe, freue ich mich ganz besonders über die Natürlichkeit die die Japaner trotz allem Pflichtbewusstsein und der Show vorhanden ist.
Ich bin also ein Morning Musume Otaku, ich hätte mich selbst niemals so genannt, aber gut, wenn sie es so sagen, dann muss das natürlich auch stimmen :D

Susi:
Hmm, du hast gar nichts geschrieben, warum denn nun keine Bilder von den Maids gemacht werden sollen...da das Foto in den Sets mit inbegriffen ist, erübrigt sich dies. Zudem spielt man ja die Szene des Masters/der Prinzessin und der Maid durch und da wäre das ja auch unangebracht. 
Das mit meiner Stimme fand ich nun nicht so toll...aber mir wurde gesagt ich hätte eine tolle Augenfarbe :P Die eine Maid erinnerte mich sehr an eine Bekannte! Die war auch keine Asiatin und sagte das mit meiner Stimme. Das war mir einfach unangenehm...aber der Rest des Besuchs war toll, auch wenn es kalt war durch die nassen Klamotten. Ich hab nun zwei Karten und muss nächstes Mal auch aufleveln!


Liebe Grüße

Sada und Susi

Sonntag, 27. Juli 2014

Eine Verzögerung im Betriebsablauf

Hallo und euch einen guten Start in die Woche.
Nein dies soll kein Hinweis auf die Ineffektivität der Berliner S-bahn sein, sondern nur ein kleiner Weckruf an alle und der Beleg, dass wir trotz unserer Rückkehr nach Deutschland nicht verstorben sind.

Wir ihr ja sicherlich bemerkt habt, gab es in der letzten Woche keine weiteren Posts aus Japan.

Das hängt einfach damit zusammen, dass unsere Tage zuteil länger geworden waren und wir uns auch emotional auf das Ende unserer Reise vorbereiten mussten.
Dann kam noch ein über 40 Stunden auf den Beinen Rückweg von Tokyo Haneda, nach Frankreich, nach Leipzig und dann nach Berlin.
Alles lief ziemlich chaotisch, aber wir möchten gerne in der vorgegebenen Reihenfolge bleiben, also gibt es schon bald den nächsten Beitrag aus Tokyo und dieser wird sich ein weiteres Mal mit Akihabara und den Maid Cafés befassen.
Ein ganz besonderes Erlebnis, da es ein sehr regnerischen Tag gewesen war und wir uns zu Fuß auf den weg gemacht hatten.

Bis es soweit ist, hier noch ein paar kleine Fotos mit Eindrücken welche noch auf euch zukommen werden und vielen Dank für eure Geduld.

Liebe Grüße

Sada und Susi

Dienstag, 22. Juli 2014

Mode, Pfannkuchen und der bunte Wahnsinn

 Harajuku, der Traum meiner schlaflosen Nächte! Auf diesen Tag habe ich mich besonders gefreut, denn wer sich für japanische Mode interessiert, trifft sich hier selbst mitten ins Herz.
Harajuku ist und bleibt die Station, bei der sich Modebegeisterte und Querdenker treffen, sich gegenseitig inspirieren und sich zu Tode shoppen könnten, wenn sie nur wollten.
Die Takeshita Dori, die einem sofort ins Auge fällt, wenn man aus der Bahnstation heraus tritt, lacht einem je nach Saison in ihrer schrillen Art entgegen - mit stetig wechselnden Ballonmotiven an ihrem Anfang.


Die Straße war mehr als belebt und so blieben uns kaum Augeblicke, ruhig Fotos zu schießen, daher hier nur einmal eine kleine Impression. Bunt geht es auch bei den Shopdesigns zu und zudem auch laut, denn vor den Shops preisen meist Verkäufer die aktuellen Sales an und locken ihre Kunden in die Geschäfte.


Es fing langsam an zu regnen, aber davon ließen wir uns nicht klein kriegen.


Erste Station, nachdem wir zunächst ein paar Deutsche erkannten in den Menschenmengen, war ein Purikura-Automat. Wer dies nicht kennt: man wählt einen Automaten aus, zahlt einen kleinen Geldbetrag, stellt sich hinein und lässt sich nach animierenden Aufrufen der Maschine fotografieren. Zeitgleich werden die Augen vergrößert und der Teint verbessert. Danach wählt man weiterhin, ob man noch einige bunte Motive z.B. Herzen oder Sprechblasen hinzufügen möchte und gibt dann an, wann man fertig mit der Bearbeitung ist. Dann bekommt man zwei Ausdrucke dieser Fotos. Man kann es sich wohl auch per Mail senden lassen, was super gewesen wäre, doch irgendwie bekamen wir das nicht so recht hin...nunja, dennoch war es ein kleines Erlebnis wert. Zu zweit macht es selbstverständlich mehr Spaß. Es gibt sogar Maschinen, die die Beine verlängern und die Augen auf Kulleraugengröße morphen. Alles für die Schönheit ;)

Was folgte waren Shops wie Wonder Rocket, kleinere Geschäfte, die mehrere Marken anbieten und wirklich wunderbare Sachen im Sortiment führten (sehr detailliert ausgewählt und auf ihre Kunden abgestimmt)...aber erstmal zu dem Secondhandshop, der auch Lolitas jeder Art begeistert: Closet Child.
Hier kann man kaufen und zugleich sparen - auf drei Floors erstreckt sich das Closet Child in Harajuku, wobei im ersten Floor Classic und Sweet, im zweiten Floor Gothic und im dritten Floor Casual angeboten wird. So stöberte ich mich durch und war etwas erleichtert, keines meiner Traumkleider zu finden, aber dafür tolle Accessoires! Man gibt eben doch mehr Geld aus als man manchmal möchte, aber hey, schließlich kommt man nicht jeden Tag hierher!

Im Übrigen hier mein Outfit des Tages (falls ihr es nicht wisst, hier schreibt die Susi, weil sie Spezialistin für Harajuku ist ^^), welches ich bequem gewählt habe.




Das Kleid ist von Baby the Stars shine bright, Schuhe von Bodyline, Kette von Syrup, Strumpfhose von Ophanim und die wunderhübsche Puppenbrosche von Pays des Fees (in Kollaboration mit der Künstlerin Mari Shimizu). Das Headdress ist selbstgemacht. Also ist alles, bis auf die Strumpfhose und Headpiece, von japanischen Marken. Das Outfit war übrigens super bequem und trotz Hitze gut zu tragen!

Nach der Takeshita Dori gingen wir noch ins LaForet , welches ebenso nicht fehlen darf. Wir kauften süße Sachen bei Swimmer...


...die leider nicht, aber sie waren genial! :D

Und bei Angelic Pretty gab es dann noch eine kurzärmelige Bluse und eine passende Sternentasche zu meinen ganzen Wolken- bzw. Stern-Kleidern. Damit war meine Mission sozusagen abgeschlossen und ich zwang mich, nicht noch zu sehr bei anderen Marken zu schauen...sonst wird man nur verführt. Und seine Garderobe zu perfektionieren ist manchmal besser als sich gleich wieder neue Kleider zu kaufen. Man will ja schließlich auch Abwechslung in so eine Garderobe hinein bringen.

Hier übrigens noch ein Display von h.naoto und Ghost of Harlem.


Mit gepackten Taschen bekamen wir dann aber wirklich Hunger und suchten uns diesmal ein Café aus, welches sich auf Pfannkuchen spezialisiert hatte - es hatte wieder hawaiianischen Touch, was momentan sehr in zu sein scheint:


Die Pfannkuchen waren nicht von dieser Welt! Sie waren suuuuper riesig und dick gebacken. Erst dachte ich, dass dieser hier meiner wäre...da ich Erdbeerpfannkuchen bestellt hatte.


Falsch gedacht! Ich hatte Sada den Pfannkuchen weggeschnappt. Meiner kam ein wenig später und sah so aus:


Also tauschten wir und hatten unsere Mühe diesen Berg an Awesomeness zu vertilgen. Wie kleine japanische Mädchen das schaffen, fragen wir uns bis heute.

Kurz danach gingen wir noch ins Kiddyland, welches Spielzeug auf mehreren Etagen anbietet. Da kann man sich kaum satt sehen! Da wir nicht direkt in den Verkaufsräumen Fotos machen wollten, hier nun ein paar Bilder aus dem Treppenhaus, die Bände sprechen.












Noch im Kiddyland, als die letzten Fotos geschossen werden sollten, bemerkte Sada, dass das Handy nicht mehr da ist. Panisch wurden die Taschen durchsucht und man versuchte die letzten Stunden zu rekonstruieren.
Sada gibt immer ziemlich schnell auf aber dann fiel Sada ein, dass es vielleicht im Cafe bei den Pfannkuchen sein könnte, wo wir es vergessen haben. Also schnell auf den Weg gemacht und kurz vor Schluss noch hinein und die netten Bedienungen gefragt, ob sie vielleicht Sadas Handy gesehen haben. Sie eilten sofort noch einmal zu dem Tisch wo wir gesessen haben, verschoben ihn – Fehlanzeige! – Kein Handy da.
Dennoch bedankten wir uns für die Mühe und gingen wieder nach draußen.
Ein weiteres Mal, durchkämmten wir alle Taschen und dann kam Sada eine weitere Idee: Ist es vielleicht im Kiddyland aus der Tasche gefallen?
Also beeilten wir uns, da wir wussten, dass viele Geschäfte um spätestens 21:00 schließen würden und erwischten noch einige der Angestellten, während sie den Laden fertig aufräumten.
Den Mann, der den Eingang bewachte, fragten wir sofort und erklärten ihm, wo es eventuell liegen könnte. Er bat uns um einen Augenblick Geduld und setzte sich mit seinem Funkgerät – fast in jedem Geschäft sind die Angestellten mit Funkgeräten ausgestattet – mit seinen Kollegen in Verbindung.
Ein wenig hin und her und er verschwand für einen Augenblick, nur um kurz darauf mit einer Kollegin und dem Handy zurückzukommen.
Sie hatten es bereits gefunden, in eine Folie gesteckt und ein Formular ausgefüllt, dass wir nur noch unterzeichnen mussten.

Mensch, waren wir froh, dass das Handy wieder da war.
Gar nicht wegen dem Gerät an sich – aber darauf waren hunderte von Fotos, die Morning Musume Weckertöne und natürlich vieles mehr.
Dann konnten wir uns endlich auf den Rückweg machen.

Der Aufenthalt in Harajuku war lang und ergiebig und so gingen wir mit folgenden Sachen wieder ins Hotel:


Der beste Bör der Welt, von Sada geschenkt bekommen. Whooo!




Diese Pfote vibriert! Sie ist ein Massagestab. Wie toll! Und sie ist wirklich sehr entspannend, gerade wenn man vom Tasche tragen schon ganz schräg läuft.





Und Polaroids machen immer noch Spaß :)

Unsere persönlichen Eindrücke:

Susi:
Das schonmal zuerst: Derp-of-the-day war ich, weil ich vollkommen selbstsicher Sadas Pfannkuchen essen wollte :D
Harajuku ist echt wahnsinnig toll und ich liebe es jedes Mal, wenn ich dort bin und auch Purikura könnte ich stundenlang machen. Da ist es egal, ob man totmüde aussieht, auf den kleinen Fotos sieht man aus wie frisch aus dem Ei gepellt!
Und dort das erste Mal in voller Montur und nicht nur als Tourist dort herum zu laufen und es stört niemanden, dass man etwas schräger aussieht, sondern man hört nur liebe Worte und fühlt sich wohl...dieses Gefühl ist toll. Und das werde ich definitiv noch lange in meinem Herzen mit mir herum tragen. Und Kiddyland ist sowieso der Hammer und das beste war, dass ich einen Rilakkuma bekommen habe und der ist so mega toll und weich und perfekt. Und man sollte einfach das machen, was einen glücklich macht und wenn das ein plüschiger Bär ist oder japanische Mode, dann nur zu! Who cares was andere denken. Und irgendwo in der Welt stört es niemanden und das ist gut so und diese Erkenntnis beruhigt und macht Lust darauf, etwas mehr Verrücktheit an den Tag zu legen. Man kann nur gewinnen :)

Sada:
Mensch, dass mit dem Handy kann auch wirklich nur mir passieren.
Wir sind in dem Laden, wo ich es verloren hatte und rennen erstmal durch die halbe Stadt, um dann wieder zurückzurennen.
Ich bin nicht so der Klamotten-Einkaufs-Junkie und weil die Räumlichkeiten teilweise etwas enger waren, hielt ich mich zumeist auf der Straße auf, während Susi ihr Geld verprasste.
Der Pfannkuchen war wirklich heftig und ich war selbst kurz davor, meinen nicht mehr zu schaffen – aber aufgeben gilt ja nicht und er schmeckte einfach zu gut.
Harajuku an sich, das Kiddyland und natürlich unsere Einkäufe sind etwas, was auf jedenfall in meinem Kopf bleiben wird.
In Harajuku konnte man auch das erste mal sehen, dass manch ein Japaner eben nicht nur mit "normaler" Kleidung rumläuft – entgegen dem Klischee, hielt es sich aber auch hier in Grenzen.
Was mit dem Purikura Automaten möglich ist, ist schon ein kleines Wunder, auch wenn ich mich selbst nicht getraut hatte – sind die Fotos von Susi einfach nur spitze geworden.
Zum Abschluss kann man jedoch eines hinzufügen, egal wie verrückt sich manch ein Japaner oder eine Japanerin kleidet – als westlicher Ausländer, zieht man oftmals sogar noch mehr die Aufmerksam von einzelnen auf sich.


Mit besten Grüßen

Susi und Sada