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Donnerstag, 21. Juli 2016

Eine kleine Auszeit

Wie der Titel schon sagt, gibt es heute keinen richtigen Blogeintrag.
Den heutigen Tag verbrachten wir ausschließlich in Asakusa, im Hotel und bei den Tempeln und dieser Tag gehörte ganz allein uns.

Trotzdem gibt es noch ein paar Bildchen.

Alles gute und bis morgen dann aus Shin Osaka


Beste Wünsche 


Sada und Susi

Mittwoch, 20. Juli 2016

Über dem Feld

Heute waren wir in Ueno, was sich aus den Kanji für Oben und Feld zusammensetzt.
In Ueno waren wir beim letzten Besuch schon sehr häufig, weil wir dort auch öfter durchgegangen waren.









Von dort kommt man zb. recht einfach nach Akihabara, dem Elektronik und Idol Bezirk von Tokyo.
Aber nun bleiben wir in Ueno, dort wo die Panda wohnen. Ja dort gibt es auch einen schönen Zoo, den wir aber erst nächste Woche besuchen wollen. Heute statteten wir dem Wissenschaft und Naturkundemuseum einen Besuch ab.


Gerade die erste "Ausstellung" hat uns beinahe umgehauen.
Es befindet sich dort ein 360° Kino. Die Besucher stehen auf einer Brücke in einem runden Raum mit Kuppel, alles dunkelt sich ab und der Film beginnt um einen herum.
Der erste Film war über die letzten Dinosaurier. Als würde man sich inmitten der urzeitlichen Szenerie befinden, stampfen die Giganten zuerst als Skelette und dann in lebender Form um einen herum. Auf japanisch wird ein wenig zu den verschiedenen Tieren erzählt und dann wird man Zeuge eines kleinen Kampfes und dann dem Untergang der Dinosaurier.
Direkt weiter ging es mit einem weiteren kleinen Film, der Tief im Meer beim Plankon beginnt, welches von Fischen gefressen wird, welche wiederum gefressen werden... usw, immer weiter an die Meeresoberfläche, bis es dann der Mensch ist, der den Fisch isst.
Das Museum als solches, wollte einem auch nahelegen wie wichtig es in der japanischen Kultur ist, dass der Mensch nahe der Natur und mit der Natur lebt, denn wir alle leben in einem Ökosystem.












Auch abseits des Kinos war es wirklich toll. Von vergrößerten, plastisch dargestellten Mikroben, über die Entstehung der Welt und des Lebens, über die Entwicklung des Menschen vom Anfang bis zur Gegenwart, war alles mit Modellen, Videos, Vitrinen mit unzähligen Tieren in allen Größen und Formen dargestellt. Leider war es für uns nicht möglich alles zu sehen. Das Museum schließt in der Woche um 17:00 und wir haben daher nicht einmal die Hälfte von allem sehen können.
Auch essen konnten wir dort in einem kleinen Restaurant und wir bestellten uns eine Kleinigkeit.




Nach dem Museum sind wir dann in den weitläufigen Ueno Park gegangen und haben dort viele Fotos gemacht.
Irgendwann bekam Susi Hunger und sie verspeiste einen Bären … tja, sowas macht man halt wenn man in Tokyo zum Bäcker geht.



Gegenüber gab es auch einen Yodobashi Kamera, eigentlich sowas wie eine Mediamarkt Kette, nur viel größer und vielseitiger vom Angebot. Nicht nur Entertainment, auch Spielzeug, Modellbausätze, und vieles mehr wird dort angeboten.





Wir kauften nicht besonders viel, aber das was wir kauften war so riesig wie es klein war :)

Wir waren insgesamt in zwei Yodobashi Kameras, ja, es waren sogar zwei nebeneinander ;) In einem kauften wir noch etwas verrücktes: kleine Formen aus Latex, um Figuren aus Reis zu machen. Einen Otter und einen Bären – welche perfekt für das Curry sind, das wir ja ständig kochen. ;)



Irgendwann war es dann auch dunkel und wir machten uns im recht überfüllten Ueno auf die Suche nach etwas zu essen.
Es war gar nicht so einfach etwas zu finden, was uns auf Anhieb gefiel. Die Auswahl ist gigantisch und wir dachten uns, wir müssen nicht unnötig viel bezahlen, wenn man auch für weniger ebenso satt wird. Wirklich teuer war es nie, aber so richtig Lust auf "gehobenere" Bars – wenn man es so nennen kann – hatten wir eigentlich auch nicht. Die kleinen schrulligen, und beengten Bars sind einfach viel schöner. –Außerdem geht nichts über das Essen bestellen an einem Automaten ;)




Susi bestellte Koroketto Udon und ich hatte Chikuwaten.
Beides war echt lecker und wir schlürften also die Udon in uns hinein ;)
Endlich fertig, Susi beruhigt, weil etwas gegessen, machten wir uns nun auf den Rückweg.
Auf den Weg, den wir schon beim letzten Mal sehr oft gegangen sind, parallel zur Chori Dori – die Straße führt von Iriya, durch Ueno bis nach Akihabara. Ich übernehme für diese Info keine Gewähr, aber sie führt dort lang – ob sie sich irgendwann umbenennt, habe ich nicht bemerkt :P





Also kamen wir wieder in unserem Hotel an, packten unsere super Errungenschaften aus und kauften Frühstück und Eis im Lawson nebenan.
Wieder fragte mich der Verkäufer auf japanisch, ob er mir was aufwärmen soll, und wieder verpasste ich meinen richtigen Einsatz und sagte einfach nur iie … man ich wusste doch, was ich eigentlich antworten müsste :P



Ich machte dann noch alleine einen kleinen Spaziergang durch die Umgebung und kaufte dann noch eine Tüte Chips beim, ja genau, beim Lawson.



Nun sind wir aber endlich im Zimmer und lassen den Abend ausklingen, schauen japanisches TV, essen die Chips und erinnern uns daran, dass wir heute 18490 Schritte und somit über 14 km gelaufen sind.


Beste Wünsche

Sada und Susi

PS: Auch wenn Susi es nicht mitbekommen hat, haben wir hier ein paar Erdbeben mitbekommen – also ich zumindest. Es ging Sonntag los, dann eines gestern Morgen und dann letzte Nacht noch eines. Wer ein wenig Nachrichten diesbezüglich verfolgt, sollte was über die drei Beben der Stufe 5 erfahren haben.

Sonntag, 3. August 2014

Noch mehr Tower Power

Unser Montag sollte ganz und gar einem Bauwerk gewidmet sein: dem Tokyo Tower.
Eigentlich wollten wir an diesem Montag auch unsere Post Richtung Deutschland schicken. Nachdem wir also eine Post in der Nähe unseres Hotels gesucht und gefunden hatten, stellten wir fest, dass geschlossen war. Etwas verwundert gingen wir also weiter und fanden etwas später heraus, dass noch einige weitere Geschäfte geschlossen waren. Also recherchierten wir ein Weilchen und fanden heraus, dass Tag des Meeres und somit anscheinend Feiertag war.
Also nochmal schnell nachgeforscht, der Tokyo Tower sollte dennoch offen haben. Also nix wie hin!
Hier einige Bilder unseres Weges:







Fix gingen wir wieder an dem Laden vorbei, an dem Sada seit Tagen Saft kaufte und ich holte mir leckere Zitronenlimo und ein Melonpan mit Schokostückchen. Melonpan ist eine Art Hefeteig-Teilchen in groß und lecker und super fluffig!!







Die nächstliegende Bahnstation des Tokyo Towers war schnell erreicht und so machten wir uns auf den Weg – immer in Richtung des riesigen Gebäudes, vorbei an einem Tempel und einem Park und auch der Gedächtnisstätte für abgetriebene oder totgeborene Kinder, bei der kleine Steinkinder bunte Mützen und Kleider angezogen bekommen hatten.










Als wir beim Tower ankamen, beschlossen wir, zur ersten Plattform zu fahren und kauften uns unser Ticket. Von oben erblickten wir das etwas schläfrig wirkende Tokyo – eine leichte Wolken- oder auch Smogschicht hüllte die Häuser um uns herum ein und ließ alles in einem anderen Licht strahlen.















In der Ferne entdeckten wir sogar die Rainbow Bridge.






Dieses Fenster nach unten in den Abgrund war auch toll!






Nachdem wir uns satt gesehen hatten, fuhren wir wieder hinunter und wurden auf einer Etage rausgelassen, welche man dann selbst weiter entlang gehen muss, damit man hinunter kommt. Dort gab es natürlich Shops und auch Restaurants. Zu diesem Zeitpunkt war dort auch eine kleine Ausstellung mit gezeichneten Godzilla-Bildern zu sehen. Sehr interessant!

Als wir dann draußen waren, saßen wir noch ein wenig in einem nahe gelegenen Park und machten uns dann auf die Suche nach etwas essbarem.
Wir fanden einen kleinen Laden, der ebenso einen Automaten hatte und nicht allzu teuer war und wollten uns dort etwas bestellen, doch waren wir etwas verwirrt. Nicht alle Gerichte waren auch draußen abgebildet und der Automat an sich hatte nur Schrift überall, sodass wir wohl sehr seltsam geschaut haben mussten. Auf jeden Fall kam uns die Bedienung des Restaurants zur Hilfe und empfahl und ein Gericht, welches wir dann zweimal bestellten. Wir ließen uns also überraschen. Hier unser Menu:







Es war super lecker! Und machte enorm satt, aber das sind wir ja beinahe schon gewohnt nun. Es war auf jeden Fall eine gute Idee gewesen, uns helfen zu lassen und auch mal etwas Neues auszuprobieren.

So machten wir uns dann auf den Weg zurück ins Hotel und ließen den Tokyo Tower hinter uns:




Und zum Abschluss nun noch unsere Gedanken:

Susi:
Den Tokyo Tower habe ich nun das zweite Mal gesehen. Dieses Mal machten wir uns von einer anderen Bahnstation auf den Weg und verliefen uns nicht einmal – das erste Mal rannten wir in eine vollkommen falsche Richtung und sahen uns dann nebenbei noch ein Pokemon-Center an.
Diesmal ging es also schnurstracks. Der Tag war sehr ruhig, sehr dröselig durch die Hitze und auch sonst waren Worte nicht der Mittelpunkt dieses Tages. Alles war wie in einer Art Schleier – vielleicht der gleiche, der auch über der Stadt lag.
Wenn ich so den Tokyo Tower mit dem Sky Tree vergleiche, gefällt mir glaube ich beinahe der Sky Tree lieber, da er eigenwilliger aussieht (der Tokyo Tower ist ja dem Eiffelturm nachempfunden) und auch, weil man von dort aus den Sumida-Fluss sieht. Es ist schön, dass Tokyo nun zwei so unterschiedliche Türme hat, von denen man die Stadt beobachten kann.
Und auch der Vergleich zwischen Tag und Nacht lohnt sich – es wirkt noch einmal ganz anders alles.
Das Essen war auch ein Erlebnis! Was wir da nun gegessen haben, weiß ich gar nicht genau und es sah auch abenteuerlich aus aber es hat wirklich gut geschmeckt – bald eher nach Hühnchen als nach Meerestier. Aber hey, dieses Ausprobieren und neu entdecken ist das Tolle hier :)

Sada:

Ich wurde ein weiteres Mal zerstochen.
Als wir auf einer Bank vor dem Tokyo Tower gesessen haben, erwischten mich gleich mehrere Stechmücken zur gleichen Zeit an meinen Armen und Beinen. Die Stiche waren auch das einzige, was mich wirklich an Tokyo belastet hat – aber was soll man machen.

Oben auf dem Tokyotower hatten wir eine tolle Aussicht und auch wenn es leider ein wenig diesig in der Ferne war, hatten wir einen tollen Ausblick.
Auch wenn wir nicht so hoch waren wir auf dem Skytree bekam man doch einen wunderbaren Überblick über die Stadt und zwar ist der Tokyotower ähnlich designt wie der Eifelturm, ist er dennoch von der Struktur er ganz anders.

Dazu gibt es noch einen interessanten Fakt:
Zwar ist der Tokyotower größer als der Eifelturm, so ist er aber um ein vielfaches leichter.
Der Tokyotower bei Nacht ist einfach wunderschön.
Ein farbenfroher Traum, anders kann man das nicht sagen.
Als wir nun ein weiteres Mal bei einem Restaurant unsere Essenskarten aus einem Automaten gezogen haben, probierten wir ja die Empfehlung der Bedienung aus und wow: waren die groß :)
Man muss einfach mal den Kopf abschalten wenn es ums essen geht und genießen.



Liebe Grüße


Susi und Sada