Montag, 18. Juli 2016

Auf nach Tokyo

Ja der Titel ist richtig gelesen, heute ging es mit der JR Yamanote Line nach Tokyo.

Da Tokyo im Ganzen eigentlich als ganzes keine richtige Stadt ist – wer das nicht glaubt, kann auch gerne mal in der Wikipedia lesen, gibt es einen direkten Bahnhof mit dem Namen Tokyo Station.



Aber genug davon, was wollten wir da?
Nachdem Susi sich ein wenig durch die Tokyo Station gefragt hatte, fanden wir auch den Servicepunkt, wo wir unsere Tickets für Freitag nach Shin Osaka reservieren konnten.
War alles gar nicht so einfach, und da der Zug zurück in der Economy Class komplett ausgebucht war, mussten wir dafür auch ein Upgrade dazubuchen, was allerdings gar nicht so teuer ausgefallen war, wie wir zuerst befürchtet hatten. Nachdem wir dann unsere Tickets und weitere Unterlagen hatten, gingen wir erneut raus in die Affenhitze und statteten dem Kaiserpalast einen Besuch ab. Naja okay, eigentlich ist man so in dem Park um den Palast herum und den Palast selbst bekommt man auch kaum zu sehen, aber die Szenerie aus sauber geschnittenen Bäumen und unecht strahlendem Gras inmitten der Großstadt ist immer wieder etwas seltsames :)
Absolute Stille obwohl die nächsten Hochhäuser gar nicht so fern schienen.





Ach so, bevor wir in dem eigentlichen Park waren, machten wir noch einen kleinen Abstecher am Fountain Park, was eigentlich eine größere Fläche mit Wasser und vielen verschiedenen Wasserspielen war.
Zu Susis Leid, durfte man allerdings nicht darin herumlaufen also blieb zu ihrer Abkühlung nur einer der Trinkbrunnen, die man an vielen Ecken finden kann.
Eigentlich eine geniale Erfindung aber ich möchte hier auch nicht die verschiedenen Vermutungen aufstellen, warum sowas im großen Stil in Deutschland ein Ding der Unmöglichkeit ist umzusetzen.

Allmählich kündigte sich auch der Sonnenuntergang an und wir machten uns über einen Umweg zurück in Richtung Bahnhof.
Einen Abstecher machten wir allerdings bei einem kleinen Waffel Kaffee wo wir jeder eine Waffel und einen leckeren Eistee tranken. Beides kann man hier auch uneingeschränkt enmpfehlen und nun fällt mir gerade auf, dass wir heute schon wieder nicht unser Essen fotografiert haben, naja essen ist wichtiger als fotografieren.

Dann ging es aber auch zurück zur Station in der wir uns aber nun noch eine ganze Weile aufhielten.
Zuerst ging es zum Süßigkeiten Land – ich nenne es nun so, da mir der genaue Name entfallen ist – Dort gab es viele kleine und größere Geschäfte mit, naja Süßigkeiten eben. Allerdings ist das auch eine Welt für sich, denn unabhängig von Klischees die man so über Japan und ihre seltsamen Geschmäcker verbreitet, waren die meisten Dinge doch eher auch für den westlichen Geschmack nicht ungewohnt, aber die Art zu verpacken, es zu präsentieren und zu kombinieren ist schon eine ganz andere Stufe – dort macht Neues auszuprobieren einfach Spaß und man macht es auch einfach gern.
Dann ging es ins Character Land, wo es viele kleine Läden zu sehen gab die sich meist einem oder verschiedenen Charakteren aus den Medien verschrieben haben. Dabei war Snoopy ebenso vertreten wie Rilakkuma, One Piece, Totoro usw… ahso wo wir gerade bei Rillakkuma waren, wir haben die geilste Nudelzange genauft die es auf Mutter Erde zu sehen gibt. ;)

Als wir durch die vielen Läden durch waren, stiegen wir eine Etage weiter hinauf und streiften einmal durch das Kitchen Town. Viele Restaurants und Bars lagen hier durch beieinander. Aber auch hier war die Athmosphäre, obwohl die Preise etwas gehobener waren – trotzdem noch gut unter Deutschland Niveau – etwas besonderes. Die Restaurants waren zumeist voll, aber die Gänge dazwischen in ein sanftes Licht getaucht, sodass alleine das Schlendern durch diese für einen Abbau von Stress sorgte.






So nun sollte es aber wieder zurückgehen. Also uns ein Ticket für je 160 Yen gekauft und ab zurück nach Uguisudani. Dem geneigten Wrestling Fan, fiel natürlich dort direkt der Laden "NEW DAYS" ein und in Gedanken rief man – SUCKS –



Gegessen haben wir heute wieder in einer kleinen Nudelbar in Asakusa, wo wir uns allerdings ein wenig vertan haben. Wir schauten erst im Schaufenster nach den Gerichten, übersetzten uns die Namen der Gerichte und merkten uns die Nummern.
Diese wählten wir dann am Automaten und hatten für unter 1000 Yen für uns beide etwas zu essen bestellt.
Naja das bestellen tut man dann mit dem kleinen Bon den man aus dem Automaten bekommt im Innern am Tresen und ich versuchte mich ein wenig im Japanisch verständigen zu wollen, aber der Koch bremste mich aus, und unterhielt sich mit mir auf Englisch …  Geil Danke ;)



Das blöde kam aber danach, Ich war schon vorher ein wenig skeptisch als wir die Bons betrachteten und auf ihnen eben nicht das stand, was wir eigentlich haben wollten.
Und so war es auch. :P
Lecker war es trotzdem und es war auch nicht die Schuld des Kochs.
Die Nummern auf den präsentierten Gerichten waren allerdings ein wenig anders als am Automaten, und so hätten wir mal ein wenig mehr auf den Namen des Gerichts achten sollen.

Auf dem Rückweg gingen wir endlich auch an dem kleinen Supermarkt vorbei, wo ich das letzte Mal täglich meine Kagome gekauft hatte und auch diesmal nahm ich mir eine Packung mit.
Außerdem Milch und Schokocornflakes – natürlich japanischer Hersteller, denn wer braucht schon Kellogs?





Dann machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel, packten unsere Erstandenen Sachen aus – viel Süßkram, 2DVDs, eine CD+DVD, die besagte Nudelzange, waren heute in unsere Tüten gewandert.



Als Susi sich dann etwas ausruhte, ging ich noch einmal draußen spazieren und kaufte im Lawson nebenan noch etwas Tee und leckeres Eis.
Dieses Eis mit Fruchtstücken und mehreren Schichten, stellt man zuerst einige Sekunden in die Mikrowelle und genießt es dann mit dem Löffel.
Einfach der Hammer gewesen, aber wenn ihr keine Aufnahme mit einer Magensonde sehen wollt, können wir auch davon kein Foto anbieten.

Aber ein Bild möchte ich euch dann nicht vorenthalten. Da es ja wenig Platz für Autos in Tokyo gibt, gibt es zahlreiche anmietbare Parkplätze, aber nicht nur für Autos, auch für :




Auch heute schoss ich knapp 130 Fotos, da oben ist nur ein kleiner Ausschnitt der Orte die wir besucht haben.


Nun mal den Abend ausklingen lassen.
Beste Wünsche und auf bald

Sada und Susi


PS: heute waren es auch "NUR" 17685 Schritte und 13,49 km die wir gelaufen waren. Allerdings sind wir ja eine gute Ecke mit dem Zug gefahren und ja auch nicht so früh unterwegs wie gestern schon.





Sonntag, 17. Juli 2016

Endlich da …

Hallo und liebe Grüße aus dem Land der aufgehenden Sonne.
Wie ihr euch nun sicherlich denken könnt, haben wir es endlich geschafft, und der Weg dahin war alles andere als ein Zuckerschlecken.
Um es kurz zu fassen, wir sind um 7 in Berlin in den Flieger gestiegen, von dort nach Paris um dort dann um 11 Uhr in eine Boeing 777 zu hopsen und weitere gefühlte 20 Stunden in der Luft zu verbleiben.

Kurz nach 6 Japanzeit am Sonntag waren wir dann endlich wieder am Boden und auch wenn der Flug als solches okay war, wir mögen auch den Fliegerfraß, und schlafen konnte man eigentlich auch, hingen wir total durch.
Ein Problem gab es dann aber auch noch, und zwar, dass wir erst um 15:00 einchecken konnten.
Also fuhren wir zum Hotel – zu diesem Erlebnis gleich etwas mehr – kündigten uns an und konnten unser Gepäck dort auch verstauen. Dann verbrachten wir also den halben Tag im typisch Sonntag überfüllten Asakusa ;)

Aber kommen wir mal zu einem anderen Erlebnis, welches wieder zeigt wie Kundenfreundlichkeit zu funktionieren hat.
Wir wussten wo wir hin mussten und wo wir umsteigen sollten um unser Hotel gut zu erreichen.
Leider brachte uns der Ticketautomat ein wenig durcheinander und wir bekamen zwar ein Ticket nach Iriya, jedoch war es seltsam teuer und wir sollten in Yokohama umsteigen …
Yokohama liegt aber am anderen Ende der Strecke :P
Also sind wir zum Infoschalter gegangen, und wir mussten gar nicht aussprechen, da griff sich die freundliche Dame unsere Tickets, steckte sie zurück in den Fahrkartenautomaten und so bekamen wir unser ganzes Geld zurück, dann kaufte sie ein neues Ticket bis zum letzten Umstiegspunkt und sagte uns, dass wir dort einfach das letzte Ticket holen sollten. – ist einfach nen ganz anderer Zuständigkeitsbereich, aber kein Problem, alles klappte wunderbar.

Der Tag durch Asakusa – natürlich erstmal immer in Richtung des Skytrees war auch toll und erst war ich auch beinahe bis zu den Tränen geflasht, aber dann übermannte uns doch die Müdigkeit und wir kämpften uns durch tolle, aber für unseren Geisteszustand viel zu große Geschäfte. – Man konnte das einfach nicht mehr verarbeiten und wünschte sich auch einfach nur noch eine Dusche.



Etwas seltsames ist uns dann aber doch passiert und es zeigt, dass auch in Tokyo, der ansonsten so vernünftigen Stadt, seltsame Menschen umherstreifen.
Wir waren also auf dem Weg zum Sumidafluss und vor uns stand mit dem Rücken zu uns ein älterer Herr..
Er stand da mit leicht gespreizten Beinen und seine Hände vor seinem Körper, sodass wir sie nicht sehen konnten.
Natürlich ging mir sofort ein blöder Spruch durch den Kopf – will der jetzt da hin pissen?
Ich musste es gar nicht aussprechen, denn er tat es …
Mehr muss man da gar nicht hinnzufügen oder?

Challenge Accepted:
Wie beim letzten Mal, habe ich mich so früh es möglich war an den fantastischen Wending Machines vergriffen und mit für wenig Geld tolle Getränke daraus gezogen.
Einen leckeren Pfirsichsaft, der aber auch wirklich wie ein frischer Pfirsisch geschmeckt hat. Einmal grünen Matcha Tee – wunderbar gegen den Durst bei dem heißen Tokyowetter, und einen eine Art Eiskafee holte ich mir als ich alleine spazieren war, weil ich die Dose einfach so süß fand. Süß war auch der Eiskafee, aber lecker.
Und ahso, als wir so müde waren, genehmigten wir uns eine Dose BOSS Kaffee ;)








Ansonsten war es einfach toll den Skytree wieder zu sehen, die farbenfrohen Tempel in Asakusa und auch haben wir uns direkt beim Seven Eleven wieder das beste verpackte Eis der Welt gekauft :)
Wenn man diese Waffeln und auch das Meloneneis mit dem vergleicht, was man in Deutschland angeboten bekommt, fragt man sich eigentlich, was die mit dem ganzen Geld machen.








Wieder war es aber vor allem die Stille die diese gigantische Stadt in so vielen Straßen einem bietet. egal ob am Tag, oder in der Nacht, das pulsierende Leben, ist so nahe am Stillschweigen des Nichts, das es immer wieder faszinierend ist, wenn scheinbar alles im Nichts verhallt und keine Menschenseele mehr zu sehen ist.


Als wir dann endlich eingecheckt hatten, die Dusche ausprobiert und Susi ein wenig geschlafen hatte – während ich einen alleinigen Spaziergang machte – machten wir uns erneut auf den Weg. Allmählich dämmerte es auch – Zu dieser Jahreszeit ist es gerne mal gegen 17:00 Dunkel in Tokyo. Wir klapperten Straße für Straße ab um uns mal was anständiges zu Essen zu suchen und wie das so ist, wenn man mal eine schöne Bar benötigt, ist einfach keine da …




Dann fanden wir dennoch eine kleine Bar in der wir uns niederlassen konnten. Leider haben wir kein Foto vom Essen für euch, da dort gebeten wurde das Handy nicht zu benutzen und dem kamen wir natürlich nach ohne es heimlich zu versuchen.

Es gab Shouyo Soba und Tonkotsu Ramen.
Und ja es schreibt sich wirlich Tokotsu in der Umschrift und nicht Tonkatsu :) ich kannte es vorher nicht, aber es war echt wirklich lecker.
Die Bilder sind nur künstliche Abbildungen aus dem Schaufesnter, was dort einfach so üblich ist und das tolle ist, das Essen was man bekommt, sieht auch wirklich so gut aus :)



Als wir dort raus waren, suchten wir noch einen kleinen Ort wo wir etwas trinken konnten, und auch da wurden wir nach einer kurzen Zeit fündig. Zuerst war es etwas verwirrt. wir saßen am Tresen, bekamen beinahe schon in Zeitlupe nebeneinander 4 Speisekarten auf den Tisch gelegt und dann jeder von uns ein feuchtes Handtuch ausgebreitet in die Hand gelegt, damit man sich die Hände putzen konnte.

Susi trank einen frischen Grapefruit Cocktail und ich probierte japanischen Yamazaki Whiskey.
War ganz lecker, auch wenn ich sicherlich kein Experte in Sachen Whiskey bin und eh kaum Alkohol trinke. Gut war es dennoch.



Zum Abschluss begaben wir uns noch einmal hinunter zum Sumidafluss, wo sich die verliebten Paare Tokyos im Schatten der Nacht trafen und wie wir dann auch die Ruhe genossen.





Auf der einen Seite im finsteren Schatten der Bäume waren wir, auf der anderen Seite, die strahlende Skyline von Tokyo mit seinem Skytree, dem Asahi Hauptquartier – in welchem sich der glizernde Skytree reflektierte und wir dürfen natürlich Sperm San nicht vergessen, welcher eigentlich ein gigantischer Biertropfen ist.




Nun eingedeckt beim Lawson nebenan, lassen wir den endlosen Tag ausklingen.

Beste Wünsche

Sada und Susi


PS: eine kleine Info am Rande: wir haben heute 32651 Schritte zurückgelegt und dabei in Tokyo 25,55 km zu Fuß gerissen. das mag für manch einen nicht viel klingen, aber die Luftfeuchtigkeit ist wie Meerestiefe und die Wärme und das nicht schlafen, tun ihr übriges,



Freitag, 15. Juli 2016

Es geht los

さようなら(^^)/~~~
Auf Wiedersehen...
Wenn wir in Tokyo angekommen sind, im Hotel eingecheckt haben, die ersten Schritte auf japanischen Straßen gemacht, und vor allem gut gegessen haben, dann lesen wir uns hier bald wieder .

Alles gute und beste Wünsche

Sada und Susi

PS: Bilder von kurz vor dem Abflug kommen später, die App spinnt gerade herum :)

Nun ist es bald soweit...

...die Koffer sind gepackt, die Fahrtzeiten sind rausgesucht und fast alles ist vorbereitet für den großen Tag morgen. Oder sollten wir lieber sagen heute Nacht?
Da die Sbahn in Berlin in der Nacht die seltsamsten Wege fährt, werden wir wohl bereits um 2 Uhr am rumwuseln sein und hoffen, dass alles glatt geht, bis wir dann am Flughafen sind.
Zuerst geht es nach Paris und dann nach Glorious Nippon!
Das Koffer packen verlangt einem schon einmal viel ab...ich frage mich immer noch, wieso ich praktisch allein mit wirklich nicht zu vielen Sachen ca. 20 Kilo in einen Koffer bekomme? Das Gute ist: Sada packt nur die Hälfte voll und so kann ich meinen Krams ein wenig verteilen :)
Dennoch bin ich immer wieder verwundert...
Der Tag heute war anstrengend, die Batterien langsam zum Abend hin leer. Ich werde nachher versuchen wenigstens ein Stündchen zu schlafen, während Sada beinhart das Wachbleiben zelebrieren will. Schon beim Schreiben hier werde ich schläfrig. Das wird dann alles im Flieger nachgeholt! Immerhin haben wir ja genügend Zeit. Ungefähr 12 Stunden trennen uns zwischen Paris und Tokyo.
Wir sind aufgeregt und alles bleibt dennoch surreal. Es wird wohl noch einige Stunden bis wir sagen können: Reality kicks in.




Wie man sehen kann, haben wir alles Mögliche um den Flug zu überbrücken.
Ein Notebook – Was aber nur als mobile Ladestation dienen soll, eine PSP – Was ist besser als auf einer Reise Corpseparty zu spielen? eine PSVita mit zahlreichen Atelier Spielen und noch den Blackberry Passport, der von Sada zum Kanji und Vokabellernen missbraucht wird, um das eigentliche Smartphone zu schonen. Insgesamt haben wir nun 3 Smartphones dabei, mit jeweils den Boardingpässen darauf – man weiß ja nie was alles schiefgehen kann wenn die Technik einem wirklich mal nen Streich spielen möchte. Also dann auf Bald
Beste Wünsche
Susi und Sada

Donnerstag, 14. Juli 2016

Willkommen zurück … Blog

Wie lange ist es nun her, seit wir den letzten Eintrag hier verfasst haben? und wie lange ist es her, seit wir unseren Abschiedspost aus Tokyo geschrieben haben?
Keine Ahnung, aber es war 2014, als wir zum ersten Mal gemeinsam in die vielleicht bunteste Stadt unseres Planeten geflogen sind.
Bunt, nicht nur dank der gigantischen Werbetafeln, auch die Menschen, die Architektur, die Pflanzen, ja vielleicht auch die Luft, hatte ihren Anteil daran.
Aber wollen wir nun aufhören in Erinnerungen zu schwelgen, denn nur noch etwas über 30 Stunden und es geht los.
30 Stunden sage ich, weil wir genau 30 Stunden vor Abflug online einchecken können.
Blöd nur, dieser Zeitpunkt fällt genau auf heute Nacht um 1:00 und das ist kein cooler Zeitpunkt wenn man bedenkt, dass wir in der Nacht von Freitag auf Samstag früh aufstehen müssen, um ungefähr um fünf Uhr am Flughafen Tegel zu sein.

Heute wurde bereits einer der beiden Koffer gepackt – den anderen befülle ich morgen – und die Smartphones und Kameras wurden von überflüssigem Datenbalast befreit.

2400 Fotos nahmen wir das letzte Mal mit nach Hause, und diesesmal werden wir uns noch übertreffen. Nein wir sind keine typischen, wir müssen alles fotografieren Touristen weil es ja so anders ist, wir fotografieren auch in Deutschland jeden Haufen Dung der uns vor die Linse kommt, weil es gut in der Abendsonne aussieht.

Die wichtigste Tat zur Vorbereitung machte ich allerdings vorhin als ich von der Arbeit wieder Zuhause eintraf und das war, mich auf den Weg zum Zoll zu machen um einen zweiten Glowstick abzuholen.
Kein H!P Konzert, ohne Glowsticks, man will ja nicht noch mehr als Ausländer wirken, als man es eh schon tut … Langnasen!






Im Nachhinein fragte ich mich allerdings, warum ich den zweiten Stick eigentlich nicht direkt in Tokyo gekauft hätte, immerhin sind wir ja bald dort – ich verstehe mich manchmal wirklich nicht.

Gleich wird noch ein wenig gelernt, und etwas Ordnung gemacht, bevor es Morgen an die finalen Vorbereitungen geht.

Wir wünschen euch einen schönen Abend und hoffentlich lesen wir uns schon bald wieder.

Beste Wünsche

Sada und Susann

Freitag, 5. September 2014

Satoyama Movement: Musik und Entertainment für den Planeten und seine Ressourcen und, wie man auch ohne Holzhammer und Schockfotos Aufmerksamkeit erhalten kann



Hallo und willkommen zu einem neuen Eintrag, der sich ein weiteres Mal in gewisser Weise mit dem Thema Musik aus Japan befassen soll.

Ich habe mir überlegt, einmal auf ein Projekt aufmerksam zu machen, welches wohl auch unter Fans der japanischen Musik vielleicht gar nicht so weit verbreitet ist.
Die Rede ist vom Satoyama Movement, einer von der Up-Front-Agency ins Leben gerufenen Initiative um das Gewissen der Menschen mithilfe von Musik, Show, und Kreativität in Richtung unseres Planeten und seinen Ressourcen zu lenken.

Zuerst sei kurz erwähnt, dass der Begriff „Satoyama“ den Bereich beschreibt der am Fuße eines Berges vom Vorland bis zum Flachland reicht.
Das Wort setzt sich aus den folgenden Zeichen zusammen: „Sato“ 里 – bedeutet soviel wie Ackerland oder fruchtbares Land und dem Zeichen „yama“ 山 – was für Berg oder Hügel steht.

Unter dem Dach des Satoyama Movements sind verschiedene Musikgruppen zusammengefasst, aber auch eine Fernsehshow mit dem Namen „Hello! Satoyama Life“ und das Satoumi Movement.


Viele der Gruppen bestehen aus Zusammensetzungen verschiedener Hello! Project Idols.
Mitglieder von Morning Musume, °C-ute, Berryz Koubou, S/mileage und andere sind zu neuen kleinen Gruppen zusammengestellt – aber auch Solokünstlerinnen gibt es dort, um ihre auf die Umwelt fixierten Songs zu performen.
Aber nicht nur Mädchenbands findet man unter ihnen, sondern auch verschiedene männliche Künstler, sind ein Teil der Bewegung die 2012 ins Leben gerufen wurde.

Neben der Musik gibt es die bereits oben erwähnte TV-Show „Hello! Satoyama Life“ in welcher ebenfalls verschiedene Künstlerinnenauftreten.
Verschiedene Themen werden dort aufgegriffen und bearbeitet. Dazu gehört das selber machen von Kerzen ebenso dazu, wie das Mauern eines Pizzaofen im freien unter Aufsicht von Facharbeitern.

Das solche Arbeiten neben dem niedlich, auch sehr witzig sein können, muss man an dieser Stelle ja auch gar nicht extra erwähnen.

Das „Satoumi Movement“ hat sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen in Japan auf die Schönheit der Meere aufmerksam zu machen, und wie wichtig es ist sie sauber und gesund zu halten.
Auch im Satoumi Movement befinden sich zahlreiche Mitglieder des Hello! Projects aus Bands wie Juice=Juice und bereits genannten.


Die Musik selbst ist meist eher ruhiger Natur und lädt mit ihren sanften Klängen zum schließen der Augen ein. Aber auch die teilweise mit den Singles veröffentlichten Musikvideos, zeigen die Schönheit von Japan, die sich abseits der Großstädte über das Land ausbreitet.
In den Videos befinden sich die Idols entweder in freier Natur, oder man kann ihnen beim Kochen – selbstverständlich – mit natürlichen Zutaten zusehen.

Auch Live sind die Auftritte der kleinen Gruppen ein besonders herzerwärmendes Erlebnis, und selbst wenn man der japanischen Sprache nicht mächtig ist, fühlt man die Aussage die überbracht werden soll.

Auch wenn ich mich selbst nicht als Weltverbesserer sehe, gebe ich doch schon acht auf die Umwelt und freue mich natürlich, dass die Japaner zeigen, dass man auch abseits von Schockfotos, oder Holzhammernachrichten auf die Welt die wir brauchen aufmerksam machen kann.


Hier nochmal ein paar Fotos einiger Satoyama Movement Mitglieder:











Eine Gruppe die ich nun zum Ende noch einmal gezielt erwähnen möchte ist
„Peaberry“ – benannt nach der Kaffeebohne besteht sie aus Sayashi Riho von Morning Musume und Wada Ayaka von S/mileage.

Man sollte einfach mal nach ihnen bei Youtube suchen und sich ihre Live Performance anschauen. Oder auch das bereits oben angedeutete Musikvideo ist mehr als nur einen Blick wert – es gibt verschiedene Versionen davon.

Wenn man natürlich etwas gutes tun möchte, dann kauft man natürlich gleich die Single – am besten die Edition mit DVD, und bekommt eine sehr tolle Videoanleitung für das Erstellen von farbenfrohen Kerzen und eine Menge Spaß.






Kaufen kann man die Cds über die üblichen Importhändler, wie Cdjapan, oder Yesasia.



Beste Grüße und ein wunderschönes Wochenende

Sada

Sonntag, 31. August 2014

Die Vielseitigkeit der japanischen Musik entdecken … Mein persönlicher Favorit der japanischen Internetradios









Jeder kennt das Gefühl und viele haben für sich ja bereits die Vorteile der Onlineradios gefunden.
Man hat eine schier unbegrenzte Auswahl an Genres, welche man von jedem Punkt der Erde aus empfangen kann und man nicht von Sendemasten abhängig ist.
Dazu kommt natürlich, dass man im Idealfall nicht von Werbung belästigt wird und auch schlechte Radiomoteratoren gehören eigentlich zu etwas, was man sich im Internetradio nicht geben muss.

Aber da es sich hier um einen Japanblog handelt, wollen wir auch natürlich bei der Thematik bleiben. Dazu muss man natürlich auch sagen, dass es auch unter den japanischen Internetradios, wie auch beim regulären Radio eine ganze Menge schwarzer Schafe gibt.
Ein einziges festgesetztes Genre, eine scheinbar geringe Anzahl an verfügbaren Songs und Interpreten, die sich dann auch noch mehrmals am Tag zu wiederholen scheinen.

Wer nun natürlich ausschließlich Songs des jrock, der Animesoundtracks, Tracks einer einzelnen Band, oder Sängerin haben möchte, der sei damit natürlich bedient, kann so aber auch einfach eine eigene Cd oder mp3 Sammlung laufen lassen.

Wem es allerdings um die Abwechselung geht, und wenn möglich auch einmal ganz neue Eindrücke und Interpreten entdecken will, der muss da natürlich auch schon ein wenig länger suchen und die Spreu vom Weizen trennen.

Lange Zeit, habe ich gedacht Japan-A-Radio wäre der passende Sender für mich, bis ich auch dort das Gefühl hatte, jeden Song und jede Stimme schon zu kennen.
Außerdem wurde nie ein Song gespielt, den ich vielleicht selbst auf einer aktuellen CD habe und somit aktuell in Japan selbst bekannt ist.

Irgendwann stieß ich dann auf den Radiosender mit dem Namen:

Armitage's Dimension von der Website http://www.armitunes.com

Auch wenn der Name Armitage eventuell an die gleichnamige Manga – und Animereihe erinnert, hat der Sender alles andere als ausschließlich mit Animesoundtracks zu tun.

Vom Jrock von den klassichen X-Japan oder Luna Sea, findet man dort auch Jpop von Interpreten wie Yukie Kajiura, Koda Kumi, AKB48, und Morning Musume.
Aber auch weitaus ältere Songs aus dem Japan der sechziger Jahre gibt es dort zeitweise zu hören.
Interessant, und für mich neu, war auch eine Poprichtung, die mich ein wenig an die 90ger Jahre hier in Deutschland erinnert, ohne mir jedoch ganz so sehr auf die Nerven zu gehen.
Allerdings war es schon ein tolles Gefühl, mit einem Mal Endless Rain von X-japan unvorbereitet zu hören, sodass es sofort wieder eine Gänsehaut gab.

Abwechselung wird bei Armigate's Dimension groß geschrieben und Hörer haben auch die Möglichkeit Wunschtitel anzugeben um sie daraufhin hören zu können.

Wie jedes Internetradio, was etwas von sich hält, schickt auch Armitage die Daten der gespielten Songs mit und auf der Website, kann man sich noch einmal die letzten gespielten Songs ansehen, sollte man etwas für die eigene Sammlung suchen.
Armitage sendet über den Stream keinerlei Werbung, wer den Sender allerdings dennoch unterstützen möchte, kann auf deren Website eine kleine Spende hinterlassen.
Nun zum wichtigsten Punkt, wie kann man Armitage empfangen.
Das ist eigentlich ganz einfach. Entweder über die oben genannte Website, über eine App für Android – ich kenne mich mit iOS nicht aus, aber dort gibt es bestimmt auch eine eigene.
Oder aber, wenn ihr Nutzer des kostenlosen Shoutcast Webradio Dienstes seit, könnt ihr Armitage auch dort finden.
Alle die es ein wenig kompakter und individueller wollen, können natürlich auch ihren persönlichen Mediaplayer für den Pc, oder anderes Gerät nutzen – ich selbst nutze auf dem Blackberry den Neutron Player – die URL des Senders aus zb Shoutcast heraus selbst einfügen.

Jeder mit einem Fabile oder auch nur kleinem Interesse für Japan, oder einmal anderer Musik, sollte Armitage wirlich eine Chance geben, denn wie ich bereits oben geschrieben habe, gibt es abseits der typischen Animesounds, oder quietischen Popsongs, auch noch eine ganze Menge mehr zu entdecken. Die Vielseitigkeit und Experimentierfreudigkeit der Japaner, steckt vieles in unseren Breitengeraden ziemlich leicht in die Tasche.


Nun viel Spaß beim hören …

Liebe Grüße


Sada

PS:
Ich arbeite natürlich in keinster Weise für den oben genannten Stream und habe die Empfehlung aus eigener Überzeugung heraus ausgesprochen.