Mittwoch, 16. Juli 2014
Ein ruhiger Tag
Bevor wir jedoch losfuhren, ereignete sich ein Fanmoment für Sada:
Michishige Sayumi lächelte uns in einem Supermarkt an und da konnten wir nicht anders und kauften den angepreisten Saft:
Was wir dann später noch entdeckten: Der Link auf dem Saft führt zu einer Wecker-App, welche, wenn man die aufgedruckten Codes eingibt, jeweils ein Mitglied von Morning Musume freischaltet und so kann jeder Fan richtig stilecht von seinem Liebling geweckt werden. Momentan fehlen uns noch einige Member - bis jetzt sind es noch 4. Daher heißt es in den nächsten Tagen: leckeren Saft kaufen! ;)
Nun aber weiter: Setagaya ist etwas weiter weg vom Stadtzentrum - so fuhren wir mit dreimaligem Umsteigen bis zu einer Haltestelle, die zumindest etwas in der Nähe war und beschlossen, den Rest des Weges zu Fuß zurück zu legen.
Zunächst bot sich uns eine Sicht, die nicht so außergewöhnlich in Tokyo ist: zahlreiche Schulmädchen in ihren Uniformen kamen uns entgegen. In der Nähe der Haltestelle lagen mehrere Schulen, welche speziell für Mädchen waren. Da es sehr warm war, trugen zudem alle kleineren Schülerinnen eine Art Hütchen, welches hier immer mal wieder anzutreffen ist. Dies schützt vor Sonne und gehört wohl standardmäßig zu jeder Uniform, welche hier für jede Schule anders gestaltet ist.
Da es sehr warm war, versuchten wir, uns etwas mehr im Schatten aufzuhalten und genossen die Eindrücke dieser neuen Umgebung:
Als erstes fiel uns auf, dass die Straßen im allgemeinen in dieser Gegend großzügiger sind - da Setagaya zu den gehobeneren Gegenden gehört, ist dies also auch nicht verwunderlich.
Auch hier hingen an jeder Straßenecke Schilder und Plakate für kommende Events und Veranstaltungen.
An jeder Ecke grünte es - eine Tatsache, die uns in Tokyo sehr gefällt, unterstreicht sie doch noch mehr den Kontrast zum Asphalt und macht die Stadt um einiges schöner und interessanter als viele andere Großtädte.
Ein paar kleine Spielereien an Hausfassaden konnten wir auch bewundern.
Und was auch auffiel: überall hab es Motorräder und auch Fahrräder zu sehen. Die Tatsache, dass dort einfach jeder zweite mit dem Rad fuhr und es durch den fehlenden abgegrenzten Fahrradstreifen ein lustiges Umher-Geeiere mit den Fußgängern gab, hat uns dann doch etwas erstaunt. Aber das viele Fahrradfahren ist anscheinend der Tatsache geschuldet, dass die Gegend, welche sehr verwinkelt ist, für Fahrräder nunmal wie gemacht ist und so auch viele Mütter mit ihren Kindern einfach besser voran kommen. Sowieso wohnt hier wohl meist die typische Familie, dessen Vater hart arbeitet, viel Geld nach Hause bringt und sich somit auch gerne mal deutsche Autos leistet: Mercedes war dort keine Seltenheit, doch auch einen Porsche konnten wir erblicken. Die Familie mit ein oder zwei Kindern wohnt in typischen Einfamilienhäusern und lässt sich diesen Luxus dann auch gerne etwas mehr kosten. Es wirkte allgemein alles sehr gehoben, sauber, ordentlich - ja, wir empfanden es wirklich beinahe etwas seelenlos, da alles so glatt und beinahe steril wirkte.
Das Wirrwarr am Stromleitungen ist hier Gang und Gebe, doch es scheint sehr gut zu funktionieren.
Ein paar kleine Farbtupfer konnten wir erkennen.
Und selbst die Bäume sehen hier ein wenig ordentlicher aus als anderswo.
Ja, das trifft es so ziemlich genau :)
Wir suchten uns dann einen Park auf unserer Karte und wollten uns an diesem dann etwas erholen, also marschierten wir weiter in diese Richtung und fanden ein paar hübsche Lampen auf unserem Weg.
Und ein ziemlich großes Sonnenblumenfeld...
...dem gegenüber sich ein riesiges Fahrradmeer befand. Hier landen diese also, wenn sie nicht gefahren werden. Platz ist immerhin kostbar, auch hier im teuren Setagaya.
Endlich am Park angekommen, entdeckten wir dann, dass dieser
geschlossen hatte - jaaaa, geil, danke! Also verputzten wir auf einer kleinen Bank unser vorher im Supermarkt gekauftes Bento: So lecker wie es aussieht, hat es auch geschmeckt :)
Dann machten wir uns auf den Rückweg und fuhren über Shibuya und erblickten dort schonmal einen Vorgeschmack - unser Bericht über Shibuya folgt bald ;) Hier unten sehr ihr die berühmte Kreuzung von Shibuya:
Und so landeten wir nach einem dann doch anstrengenden Tag endlich wieder im Hotel - müde und mit vielen neuen Eindrücken.
Und nun wieder unsere persönlichen Ansichten:
Sada:
Der Tag in Setagaya bleibt mir mit gemischten Gefühlen in Erinnerung. Es war einmal ein etwas anderes Gesicht von Tokyo. Außerdem wollte ich ja unbedingt nach Setagaya um ein paar Eindrücke für mein drittes Buch zu sammeln.
Allerdings muss ich gestehen, dass trotz der anderen Eindrücke Setagaya mich nicht wirklich fesseln konnte und auch wenn sie bestimmt – das nötige Kleingeld vorhanden – eine sehr schöne Gegend zum wohnen ist, ist es irgendwie keine Gegend in der ich eine Geschichte erzählen möchte.
Also habe ich noch – mit Susis Unterstützung – dann den Entschluss gefasst, die Geschehnisse in "Sayu Yurina" primär in Iriya / Asakusa spielen zu lassen.
Dennoch hatte der Tag natürlich auch für mich ein Highlight und das waren die Kagome Säfte mit den Morning Musume Weckertönen fürs Handy :)
Ich bin noch fleißig am Säfte kaufen und trinken, damit ich auch die letzten vier Weckervideos bekommen kann.
Susi:
Ich fand die Gegend an sich ganz interessant zum Ansehen, doch irgendwie hatte man, trotz der Abwechslung doch irgendwie immer das Gefühl, dass alles irgendwie gleich und wie ich schon sagte, etwas seelenlos weil so glatt ist. Da gefallen mir andere Gegenden dann doch etwas besser.
Der Derp-Moment war nicht so recht vorhanden an diesem Tag, und doch möchte ich erwähnen, dass wir Shin-chan-Kekse gekauft haben, die wir abends verputzten. Shin-chan ist eben doch der coolste. Wr waren wohl eher die Derps, weil wir wieder vor verschlossenen Türen vor einem Park standen - diese Mauern sind da echt etwas sehr unpraktisch und wenn sie bereits zum 17 Uhr schließen, dann reicht das bei uns meist nicht aus...schade war es ja schon. Aber eine neue Seite der Stadt kennenzulernen, die wohl die wenigsten Touristen besuchen, hat sich dann doch interessant angefühlt.
Liebe Grüße
Sada und Susi
Donnerstag, 10. Juli 2014
Von Schlangen und Hamstern
Ueno ist ungefähr 35 Minuten zu Fuß zu erreichen von unserem Hotel aus, also machten wir uns nach leckerem Erdbeergebäck und noch leckerem Burger (nein, nicht aus einer Fastfoodkette, sondern aus dem nächsten Supermarkt) auf den Weg.
An diesem Tag überraschte uns das Wetter ein wenig mit seinem heftigen Wind, sicherlich eine kleine Randerscheinung des momentan tobenden Taifuns. Dennoch hielt es sich hauptsächlich trocken und wir konnten einen weiteren Teil Tokyos erkunden.
Endlich in Ueno angekommen, machten wir uns auf eine kleine Reise innerhalb des Parks, der recht weitläufig und groß so inmitten dieser Stadt scheint. Doch ohne uns groß aufzuhalten, hieß unser Ziel: Pandaaaa! Also ab in den Zoo, schnell zwei Tickets gekauft und ja, als erstes ging es tatsächlich zu den zwei großen Pandas, die der Zoo zu bieten hat. Und nein, auf dem Bild sind natürlich nicht die beiden großen Pandas, sondern die Maskottchen-Pandas zu sehen:
Da sich der Zoo inmitten des Parks erstreckt und die Hochhäuser das Gebiet nicht zu sehr beengen, war es wie ein kleiner Eintritt in eine ganz andere und ebenso ruhige Welt - eine kleine Oase inmitten des Trubels von Ueno.
An den Vögeln vorbei, Seelöwen beobachtend, Fledermäuse bestaunend, ging es im ersten Teil des Zoos schnurstracks zu den Eisbären, die mit offenkundigen "Kawaii"-Rufen der anderen Besucher bedacht wurden. Ja, auch so ein riesiger Eisbär kann durchaus kawaii sein, wenn er es nur möchte ;)
Nach den Eisbären ging es dann zum zweiten Teil des Zoos, welcher auch mit einer Art kleiner Eisenbahn (selbstverständlich in super bunt und mit niedlichen Tieren drauf) erreicht werden konnte. Wir jedoch wählten den "Aufstieg" zu Fuß, einen kleinen Hügel hinauf. Der Blick von oben ließ schon erahnen, dass Japaner eben doch einen sehr ausgeprägten Sinn für die harmonische Gestaltung ihrer Umgebung haben: vor uns breitete sich ein großer See aus, der angefüllt war mit zahlreichen Seerosen und ihren riesigen Blättern.
Am nächsten Souvenirshop angekommen, gönnten wir uns eine phänomenale Kekesdose mit Pandas auf dem Äußeren der Dose und der Kekse (!!!) und, was noch viel bombastischer war: einen Hamster! Er ist klein und unheimlich mopsig und wir nennen ihn "Brrt", weil wir am Abend unter Freudenjubel feststellten, dass man ihn aufziehen und wobbeln lassen kann. Wie cool ist das denn?! Übrigens ist er noch unheimlich viel mopsiger als auf dem Foto!
Durch die Hitze und unsere lange Wanderschaft durstig geworden, bestellten wir uns auf gut Glück einen bunten Drink, der sehr süß und sehr gut schmeckte - mit kleinen glibberigen Sternen und Herzen in seinem Innern:
Da der Zoo bereits um 17 Uhr schloss, machten wir uns dann auch langsam auf den Weg zum nächsten Ausgang, über eine Brücke mitten durch die Seerosen hindurch auf die andere Seite - was uns dort begegnete, kann man wohl als Begegnung der dritten Art bezeichnen (Achtung, Trommelwirbeeeeel): eine Schlange schlängelte sich aus dem Gebüsch - wir vermuten ja, dass sie dort nicht hingehörte, denn die beiden Japanerinnen, die hinter uns liefen, rannten schreiend davon, als sie sie bemerkten und kurz vorher kamen und zwei Zoo-Mitarbeiter auf der Brücke entgegen. Vielleicht sind wir nur knapp dem Tode entkommen...oder das ist halt üblich hier mal eben einer Schlange zu begegnen, aber die erste Variante ist auf jeden Fall spannender zu erzählen :) Und hier nun das Ungetüm:
Nach diesem Schreck gingen wir dann aus dem Zoo hinaus, an einer kleinen Tempelanlage vorbei zu einem anderen See des Ueno Parks und umwanderten diesen dann, um mitten drin uns eine kleine Pause zu gönnen - begleitet von der Ueno Zoo Musik, die zum Schließen der Anlage gespielt wurde. Wunderschöne Klaviermusik hallte über den kleinen See, ein paar Tretboote in Schwanen-Form (natürlich in bunt) plätscherten langsam vor sich her und wir genossen diesen Zeitpunkt der Ruhe, um den Tag Revue passieren zu lassen. Wir wollen gerne noch einmal wieder kommen, weit ist es ja nicht, und dann vielleicht sogar selbst ein wenig in die Pedale treten.
Da wir nun seit dem Frühstück nichts gegessen hatten, hieß es: Essen suchen! Nach ein wenig Umhergewander, fanden wir auch einen schönen kleinen Laden, der uns gleich nach der Begrüßung eine englische Speisekarte gab und bei dem wir dann Okonomiyaki bestellten, ein Gericht, was man einfach mal probiert haben muss. So sieht es aus - lecker!
Danach ging es noch für eine Weile ins nächtliche Ueno mit seinen kleinen, prall gefüllten Gassen, wunderbaren Essensdüften, Pachinko-Geklingel und Neonschein und dann spazierten wir unter einigen Regengüssen wieder Richtung unseres Hotels.
Und zum Schluss nun wieder ein paar persönliche Eindrücke von uns:
Sada:
Der Tag hat mir wieder einmal gezeigt, wie "schön" und "vielseitig" eine Großstadt sein kann.
Wenn man bedenkt, dass wir nur in einem "kleinen" Teil von Tokyo unterwegs gewesen waren, ist es dennoch beachtlich welche Vielfalt den Menschen dort geboten wird.
Ein ruhiger wirklich schöner Zoo, ein großer See auf dessen Rückseite und während man auf einer der zahlreichen Sitzgelegenheiten am Wasser in die Ferne blickt, ertönen wie aus dem Nichts Klavier und andere klassische Klänge die die Ruhe in einem Fördern.
Nur wenige Minuten dann wieder zu Fuß, befindet man sich wieder im pulsierenden und abwechselungsreichen Leben der Innenstadt.
Es ist schwer zu sagen, was mir an dem Tag am besten gefallen hat, aber ich glaube neben all der Normalität – wie ich sie mir einfach vorstelle – waren es wirklich die Augenblicke am Wasser.
Susi:
Es gab eigentlich zwei tolle Momente, die mir gerade besonders im Gedächtnis hängen geblieben sind: Erstens der ruhige Moment mit Blick aufs Wasser und Klaviermusik, während die Wolken grau und ruhig über uns vorbei ziehen und alles irgendwie einfach nur schön ist, und zweitens der Moment in welchem wir zwei entdeckten, dass der Hamster vibrieren kann - ja, wir freuen uns über sowas wahnsinnig doll und das ist auch gut so :D
Und weil ich ja meinen Derp-of-the-day-Moment einführen will, hier nun das lustigste Bild des Zoos - man kann Leuten eben auch auf niedliche Art und Weise sagen, dass sie die Tiere bitte nicht füttern sollen:
Mittwoch, 9. Juli 2014
Der erste Tag
Natürlich mit verschlafen …
Eigentlich hatten wir vor uns gegen die Mittagszeit auf den Weg zu machen und was ist passiert? wir schlafen bis 15:00 Ö.ö
Womöglich wegen dem Jetlag – haben Hamster auch so einen wenn man sie von der Küche ins Wohnzimmer trägt? – konnten wir einfach nicht einschlafen.
Aber um kurz vor 16:00 Uhr, haben wir uns dann endlich auf den Weg gemacht, um unsere Umgebung bei Tageslicht zu Fuß zu erkunden.
An der Rezeption haben wir dann auch die Tickets für das S/mileage Konzert im Budokan erhalten. Also nochmal rauf aufs Zimmer, die TIckets ausgepackt und bestaunt und dann wieder raus an die "frische?" Luft.
Durch die Regensaison sind wir auch bei trockenem Wetter mit einer sehr feuchten Luft beglückt worden. Aber ein wahrer Freund Japans, liebt auch das schwere Atmen oder – solange es in Japan ist und nicht jeder um ein herum zu stöhnen anfängt?
Unser erstes Ziel war Asakusa mit seinen Tempeln, welche wir am Sumida–Fluss entlang spazierend aufsuchten.
Obwohl es ziemlich voll war, und zu späterer Stunde immer mehr Menschen auftauchten, hatte man immer das Gefühl, dass die Stimmung entspannt
war.
Weil uns nun der Name nicht einfällt für das, was wir getan haben, beschreiben wir es einfach:
Vor dem eigentlichen Tempel konnte man eine Art Blechbehälter schütteln bis ein Holzstäbchen aus einem Loch heraus rutschte.
Auf diesem standen Schriftzeichen – ob Katakana oder Hiragana wissen wir nun nicht mehr genau – welche man einer von vielen Schubladen zuordnen konnte. Aus der jeweils passenden Schublade zog man dann einen Zettel auf dem das eigene Glück vorausgesagt wurde.
Dieses kann durchweg positiv sein, oder auch weniger gut. Wenn man einen Zettel herausgezogen hat, der weniger gut war, dann faltete man ihn zusammen und knotete ihn an ein dafür vorgesehenes Gestell, damit das Glück einem wieder hold ist.
Wer von uns beiden etwas weniger Glück hatte und knoten durfte, verraten wir natürlich nicht. ;)
Eine ganze Weile sind wir inmitten der Tempel und kleinen Stände herumgelaufen – man hätte am liebsten überall von gegessen – bis wir dann auf der anderen Seite wieder zurück in die Zivilisation gekommen sind.
Während wir auf der Suche nach einem Automaten für unsere Kreditkarte waren, passierte etwas, worauf wir uns außerhalb von Japan wohl nicht eingelassen hätten.
Zwei junge Japanerinnen kamen auf uns zu und baten uns, bei einem kleinen Videoprojekt mitzumachen.
Da dies unser kleines schmutziges Geheimnis bleibt, werden wir die Informationen dabei belassen, dass wir mitgemacht haben – nein wir mussten für keinen Porno zur Verfügung stehen!
Nach dieser Aktion liefen wir beide völlig verwirrt in die falsche Richtung und wie der Zufall es so wollte, taten die beiden Japanerinnen es uns gleich, somit kreuzten sich unsere Wege noch ein weiteres Mal.
Endlich mit frischen Yen versorgt, gingen wir in ein mehrstöckiges Kaufhaus rein.
Da uns die Welt des japanischen Kitsch nicht neu ist, waren wir weniger oft erstaunt, als man es vielleicht erwarten würde, aber eines, warf uns dann doch aus dem Konzept:
Was soll man dazu sagen? Außer eventuell … GEIL DANKE!
Warum wir es nicht gekauft haben? Wir haben keine Katze, aber alleine dafür eine zu holen, das wäre Grund genug.
Also streiften wir weiter durch alle Stockwerke umher, zwischen Essstäbchen, Bentoboxen, lächelnden Klosteinen, und einer etwas anderen Art der "Glückskatzen" – eine fette Miez mit wackelndem Schwanz – episch!
Wieder draußen, fragt uns nicht, warum man da eigentlich wieder raus wollen würde, bekamen wir auch allmählich ein wenig Hunger und so gingen wir zu einem kleinen japanischen Restaurant, was wir uns bereits zuvor ausgeguckt hatten.
Bis wir allerdings zu unseren Udon kamen, mussten wir erstmal eine kleine Ausbildung in Sachen Bestellautomaten machen.
Du schmeißt Geld hinein, wählst dann die gewünschten Gerichte, bekommst einen Zettel, den du dann dem Mann hinter der Theke gibst.
Zu unserem Glück erledigte unser selbsternannter Ausbilder diese Tätigkeiten für uns, wies uns einen Platz zu und wenig später war das Essen dann auch bereits angerichtet.
Eine sehr schöne Sache war, dass innerhalb der Woche die großen Portionen zum selben Preis wie die normalen zu haben war und eine Kanne mit frischem Wasser gab es kostenlos ebenfalls dazu.
An unserem Platz direkt am Fenster konnten wir genau auf den Skytree gucken, welcher auch unser nächstes Ziel sein sollte.
Gut gesättigt und überzeugt, dass wir es voll drauf haben, machten wir uns also auf den Weg zu unserem letzten Ziel für heute – dem Skytree
Nun wurde auch das Wetter ein wenig schlechter aber der Regen sorgte dann auch dafür, dass kein Nebel aufkam, welcher uns die Sicht von oben weiter einschränken würde.
Ohne einen genauen Plan, welche Richtung wir eigentlich nehmen mussten, nutzten wir die naheliegendste Orientierungshilfe:
Endlich angekommen, wurden wir an jeder erdenklichen Ecke von freundlichen Japanerinnen und Japanern begrüßt die uns mit ausgestreckter Hand den Weg wiesen – Verlaufen war ausgeschlossen.
Dann ging es mit dem Fahrstuhl 350 Meter nach oben in nur 50 Sekunden – whoooooooosh – dazu gab es einen sehr schrägen Ton den Susi scheinbar nicht gehört hatte. -.- (Susi: Welcher Ton?? *A*???)
Die Aussicht war trotz der immer wieder an uns vorbeiziehenden Wolken unglaublich. Wenn sich die Sicht aufgeklart hatte, bot sich eine wirklich fantastische Sicht auf die nächtliche Stadt.
Leider war es nicht so einfach – trotz guter Kamera – von dort oben wirklich scharfe Fotos bei der Dunkelheit und den vorbeiziehenden Wolken zu machen. Und eigentlich, kann kein Foto wirklich einfangen, was man von dort oben wirklich gesehen hat – die Stimmung war einmalig.
Uns ist auch aufgefallen, dass Tokyo von dort oben eigentlich gar nicht so hell ist, wie man vielleicht erwarten würde und es gab Stellen, bei denen teilweise alles schwarz war.
Die passende Musik im Hintergrund tat ihr übriges um die Großstadtromantik zu unterstreichen.
Dann sind wir dem vorgegebenen Weg folgend, eine Etage weiter nach unten gegangen, wo sich auch der Skytreeshop befand.
Nun kommt unser zweites schmutziges Geheimnis.
Wie kann man ablehnen, wenn zwei Japanerinnen einen fragen, ob man sich auf einem gläsernen Boden mit total bekloppten Plüsch-Stern-Haarreifen fotografieren lassen will?
Tja – Sünde Nummer zwei und undenkbar in Deutschland.
Nein, hier gibts kein Foto für euch, denn den Rahmen den wir zu dem Foto dazu bekommen haben, ist einfach zu cool zum posten.
Dann machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel.
Dank Tokyo, mussten wir nicht verdursten, denn alle gefühlten 100 Meter, gab es gleich mehrere Automaten wo man sich etwas zu trinken besorgen konnte.
Wieder im Hotel angekommen, konnten wir sagen, dass wir, obwohl wir nur einen halben Tag hatten, eine ganze Menge erleben durften.
Eine Kleinigkeit wollen wir euch nun aber nicht vorenthalten.
Man erzählt, es sei so etwas wie eine Olympische Fackel, doch wir nennen ihn:
SPERM SAMA:
Eigentlich wollten wir euch ja noch etwas über unser Hotel erzählen, aber unser Beitrag ist so nun schon lang genug, dass wir das auf einen anderen Tag schieben werden.
Zum Abschluss nun aber noch ein paar persönliche Gedanken zu diesem Tag
Susi: Tokyo nach ca. 6 Jahren wieder zu sehen, fühlt sich an, als wäre ich nie weg gewesen. Doch diese Momente nun neu zu teilen und auch neue Dinge zu sehen (z.B. die ruhigen Gassen, den Skytree, am Sumida-Fluss zu spazieren), macht es zu etwas Besonderem. Man sieht sich eben nie satt hier. Und egal, was wir noch sehen werden: es wird bombastisch super! Und ich bin für die Einführung eines Derp-of-the-day-Moments, denn die Turntable-Miez und Sperm-Sama wären definitiv favorisiert gewesen für heute! :D
Sada:
Für mich war es nun das erste Mal, nachdem ich viele viele Jahre meine Leidenschaft für Japan und seine Menschen von Deutschland aus entwickelt habe.
Trotz dem Treiben, die Ruhe in den Menschen. Neben dem Kitsch die intelligenten Kleinigkeiten mit denen diese Stadt Strukturiert ist. Nicht blank poliert aber dennoch sauber, war für mich das Highlight als ich dann auf dem Skytree stand und in die Nacht hinaus schaute.
Ich dachte darüber nach, was ich die ganzen Jahre geliebt hatte und war mir sicher, meine Vision stimmt mit dem überein, was die Realität ausmacht – wenn sie nicht sogar noch faszinierender ist.
Auch kann ich nicht verheimlichen, dass es mir dort oben wirklich schwer gefallen ist die ganzen Emotionen zu unterdrücken und auch Tränen der Freude drängen sich noch jetzt immer wieder hervor …
Nun bis zum nächsten Mal und beste Grüße
Sada und Susi
Dienstag, 8. Juli 2014
Erste Impressionen
Endlich sind wir angekommen!
Los ging es ab 10:30 von Berlin aus. Über den Startflughafen Leipzig flogen wir dann über Paris und von dort traten wir den längsten Teil unserer Reise an: ca. 12 Stunden bis nach Tokyo (Haneda Airport).
Der Flug an sich war natürlich anstrengend und beengend aber doch recht ruhig und ein wenig dösen kann man ja immer irgendwie. Und dann...ja, dann waren wir mit einem Mal auch schon da, um 18:30 japanischer Zeit. Zu diesem Zeitpunkt war es noch hell, als wir dann aber unser Gepäck abgeholt und uns durchgefragt hatten, war es schon stockfinster draußen. Endlich an unserer Station in Tokyo angekommen, bahnten wir uns den Weg durch kleine Gassen und fanden schließlich unser Hotel in der Nähe von Asakusa, einem eher traditionell geprägten Teil Tokyos. Apropos Asakusa: den neu gebauten riesigen Sky Tree können wir von hier aus sehen und sogar recht bequem zu Fuß erreichen. Und weil es immer noch besser werden kann: unser Hotelzimmer gefällt uns sehr gut, wir sind ausgestattet mit Wasserkocher, Klimaanlage, Kühlschrank und einem traditionell japanischen Bad und fühlen uns schonmal sehr wohl hier.
Gleich um die Ecke, gibt es einen kleinen 24 Stunden Laden, dort haben wir uns für heute Abend und morgen früh, sogar relativ preisgünstig versorgt.
Eine kleine Bentobox für nur etwas um die 2 Euro, wo man bei der Menge an japanischen Essen /Sushi in Deutschland mindestens 6 Euro bezahlen muss.
Zudem kommt, dass es wirklich wunderbar ruhig draußen ist - damit rechnet man nicht unbedingt, wenn man an Großstadt denkt.
Und da wir dem Jetlag trotzen wollen, haben wir bereits einen ersten Spaziergang durch die kleinen Gassen dieses Viertels gemacht und die nähere Umgebung erkundet. Und hier, so kann man wirklich sagen, sieht man Tokyo von seiner alltäglichen und gerade deswegen unheimlich interessanten Seite.
Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Tag und sagen nun bald: Gute Nacht! (aber erst nachdem wir uns ein wenig mit RAW in den Schlaf getrasht haben ^^)
Liebe Grüße und morgen berichten wir euch von unserem Tag und gehen noch ein wenig näher auf das von uns erwählte Hotel ein.
Sada und Susi
Dienstag, 24. Juni 2014
Handynutzung - mobiles Internet - Wifi - VPN in Japan
Hallo und herzlich willkommen zu einem weiteren kleinen Beitrag auf unserem Blog der sich zur Zeit mit den Erwartungen und den Vorbereitungen zu unserer Japanreise befasst.
Zur heutigen Zeit haben wir ja alle das Bedürfnis uns mitteilen zu wollen. Wir wollen immer und jederzeit die Welt über das informieren, was sie möglicherweise gar nicht interessiert :) oder vielleicht doch?
Dazu kommt natürlich, dass man sich einen Aufenthalt wesentlich angenehmer gestalten kann was die Organisation angeht, als es noch vor vielen Jahren der Fall gewesen ist.
Ja selbstverständlich, benötigt man das Internet nicht, aber so ganz, wollen wir auf seine Möglichkeiten auch in Japan nicht verzichten, um in der relativ kurzen Zeit die wir dort sind, größtmöglichen Spaß zu haben :)
Unser gebuchtes Hotel hat also Wifi Zugang, wie es sich gehört, und einen LAN Zugang gibt es im Zimmer auch.
Um uns den Aufenthalt Abends im Hotel ein wenig flexibler zu gestalten, werde ich mein geliebtes Notebook mitnehmen und so können wir auch den Blog wesentlich einfacher und regelmäßiger fortführen.
Nicht zu vergessen natürlich die regelmäßigen Raw /Main event / NXT und Smackdown Episoden auf die ich auch im Urlaub nicht verzichten möchte :)
Was natürlich niemals vergessen werden sollte, immer wenn man ein öffentliches Netzwerk benutzt : Verschlüsselung nicht vergessen.
Wir wissen nie wer mit im Netzwerk hängt und versucht unseren Datenverkehr abzugreifen.
Also läuft ohne einen voll verschlüsselten VPN schon einmal gar nichts.
Nicht auf dem Handy und nicht auf dem Notebook.
Hier können wir auch bei Bedarf einen sehr guten Service empfehlen.
Auch für unterwegs stellen sich dem Reisenden - besonders Abseits von Europa einiges an Probleme in den Weg.
Roaming? Keine Option bei den wirklich dreisten Tarifen.
Als reisender eine Handykarte in Japan kaufen?
Das ist alles andere als einfach, weil man eben nicht einfach so eine bekommt. Aber dank dem Internet kann man sich natürlich bereits im Vorfeld ein wenig informieren und so haben wir, für nur 60 Dollar eine Simkarte bestellt die ausschließlich in Japan funktioniert und für die mobile Datennutzung ausgelegt ist.
Das bedeutet wir können darüber nicht telefonieren, aber haben 1 GB Bandbreite für 30 Tage ab der ersten Aktivierung.
Das langt für die reguläre Nutzung völlig. Und so kann man ab und zu auch von Unterwegs etwas posten, einen Ort suchen oder mal nach einer Übersetzung schauen.
Aufgefallen war mir, dass Japan für viele Kartenanbieter scheinbar ein unbekanntes Land ist, denn entweder stell beispielsweise Google Maps keine Offline Karte zur Verfügung, oder es werden gar keine Detaillierten Karten für Japan / Tokyo angeboten
Wir haben uns nun für eine parallele Mischung aus Google Maps und dem offline Kartenservice MapsWithMe entschieden.
Wenn übrigens die oben erwähnten 1GB verbraucht sind - wird die Simkarte einfach unbrauchbar und man braucht keine Angst vor ungewollten Kosten haben.
Sollte jemand Interesse an so einer Karte für den nächsten Japanurlaub haben, könnt ihr gerne in den Kommentaren fragen und wir geben euch einen Link zu dem schnellen Service.
Nun wünschen wir einen schönen Mittwoch und bald ist auch diese Woche geschafft und unsere Japanreise ein weiteres Stück näher :)
Liebe Grüße
Sada und Susi










